Vom Heimatbund zum Heimat- und Bürgerverein

Im Jahr 1956, der Zeit des Wirtschaftswunders, zeichneten sich auch in Ronsdorf die ersten Erfolge des Wiederaufbaus ab. Durch neue Wohngebiete erhielt Ronsdorf zahlreiche Neubürger. Die Ronsdorfer Bezirksvertretung regte 1956 die Kultur- und Sportvereine des Ortsteils an, unter ihrer Schirmherrschaft ein Heimatfest zu veranstalten. Aus den Vereinen bildete sich ein “Arbeitsausschuss Ronsdorfer Heimatfest”. Der das erste Heimatfest auf dem Marktplatz veranstaltete. Das Heimatfest war ein großer Erfolg.

Aus den Mitarbeitern dieses gelungenen Heimatfestes und der Bezirksvertretung entstand die Idee für Heimatfeste einen Verein zu gründen.  Diesem sollten Bürger, Vereine, Organisationen sowie Handel und Industrie aus Ronsdorf zum Wohle und der Förderung von Ronsdorf angeschlossen sein. Kommende Heimatfeste sollten einen ständigen Träger haben, um auf Dauer eine planvolle und fruchtbare Arbeit für den Ortsteil leisten zu können- die Geburtsstunde des Ronsdorfer Heimatbundes.

Nach Bildung eines Kuratoriums, zur Vorbereitung einer Vereinsgründung,  wurde am 24.02.1958 in der “Gaststätte Hortmann”, Remscheider Straße (heute “Zum Bergischen Haus”) der neue Verein, der „Ronsdorfer Heimatbund „ beschlossen. Einflussreiche Bürger aus Industrie, Handel und Gewerbe waren Gründungsmitglieder. Die allgemeine Gründungsversammlung fand am 17.03.1958 im Sängersaal der Toro, (Tonhalle Ronsdorf) „In der Krim“ statt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Wolfgang Hellmig gewählt, den der Verein 1998 aufgrund seiner langjährigen Verdienste zum  Ehrenvorsitzenden ernannte. Das Heimatfest 1958 organisierte der Ronsdorfer Heimatbund.  Als  wichtigste Aufgabe legte der neue Verein sein Wirken zum Wohle der Ronsdorfer Bürger fest, mit dem Ziel der Heimatpflege und der Förderung von heimatlichem Gedankengut.

Damals war die Pflege der Mundart, Sammlung historischer Bilder, Beiträge zur Heimatgeschichte und Heimatfeste  von der Gründung an, bis zur heutigen Zeit Inhalt der Vereinsarbeit. Im kommunalen Bereich wurde die Zusammenarbeit zwischen Bezirksvertretung und dem Heimatbund gepflegt. Der Heimatbund erhielt das Recht der Meinungsäußerung in der Bezirksvertretung und war zu deren Sitzungen zugelassen. Durch die Änderung der Gemeindeordnung am 15.05.1979 wurde das Mitspracherecht in der bis dahin praktizierten Form aufgehoben. Danach war die Teilnahme an den Sitzungen der Bezirksvertretung nur noch nach § 13 Gemeindeordnung NRW möglich. Auch heute besitzt der Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein noch das Recht der Meinungsäußerung zu kommunalen Ronsdorfer Themen.

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung 1967 wurde der Verein umbenannt in:

Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein e.V.

Ausführliche Informationen über die über 50 jährige Geschichte des Ronsdorfer Heimat und Bürgervereins erhalten Sie über :

Link :   Zur Festschrift 50 Jahre Hub