Ronsdorfer Geschichte von 1925 bis 1949:

00.03.1925

Anschaffung von neuen Kirchenglocken für die katholische Kirche.

03.04.1925

Die Schuldeputation beschließt die Schließung der Schule Barmer Straße.

01.05.1925

Direktor Mendel wird neuer Leiter der Städtischen Sparkasse.

01.05.1925

An diesem Stichtag beträgt die Schülerzahl der Rektoratschule 194, davon 120 Knaben und 74 Mädchen. Es stehen sechs Klassen und sieben Lehrer zur Verfügung.

19,07.1925

Einweihung der neuen, vom Bochumer Verein gelieferten Stahlglocken für die reformierte Kirche.

31.08.1925

Nach längeren Verhandlungen beschließt die Schuldeputation, von einer Schließung der Schule Barmer Straße abzusehen und diese mit der Schule Holthauser Straße zusammen zu schließen. Die Leitung übernimmt Rektor Robach.

31.08.1925

Mit einem großen Festzug feiert Ronsdorf sein 180jähriges Stadtjubiläum.

04.09.1925

Otto Schmale wird Rektor der Dörpfeldschule und amtiert bis 1928.

20.09.1925

Feier zum 180. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte, mit Eröffnung des neu geschaffenen Ronsdorfer Heimatmuseums, wobei der „Verein der Ehemaligen“ aktiv mitgewirkt hat. Das Museum wird im ehemaligen Decken’schen Haus an der Mittelstraße unter gebracht.

1925 180 Jahr Feier Marktplatz

Kundgebung auf dem Marktplatz anlässlich
der 180-Jahr-Feier von Ronsdorf.

30.09.1925

Hauptlehrer Hoffmann von der Schule Linde wird wegen der auf 80 gesunkenen Kinderzahl mit seinem Einverständnis pensioniert. Die Schule wird damit wieder zweiklassig. Nachfolger als Hauptlehrer wird ab 18.12.1926 August Lueg-Althoff, der bereits an der Schule tätig war.

03.12.1925

Auf dem Gelände des Krankenhauses wird ein Kindersol- und Sonnenbad erbaut.

1925 Solebad Ronsdorfer Krankenhaus

Das Licht- und Solebad des Ronsdorfer Krankenhauses.

00.00.1925

Die Schülerzahl der Hilfsschule ist auf 28 angestiegen. Lehrer Häcker stellt einen Antrag auf Zuweisung einer zweiten Lehrkraft.

00.00.1925

Gegen viele Widerstände sind durch Zusammenlegung der Schulen Holthauser Straße und Barmer Straße in der Schule Holthauser Straße zwei Klassenräume für die Hilfsschule frei geworden, die im Herbst 1925 bezogen werden.

00.00.1925

Schaffung der Anlagen „Am grünen Streifen“, dem heutigen Stadtgarten mit Kriegerdenkmal.

00.00.1925

Gründung des „Tennis-Club Ronsdorf-Graben e.V.“.

00.00.1925

Gründung des Ronsdorfer Verkehrsvereins.

00.00.1925

Laut Volkszählung hat die Stadt Ronsdorf 15.174 Einwohner.

00.00.1925

Der Bedarf an Radio-Kopfhörerschnüren ist so stark gestiegen, dass die Firma Reinshagen in Barmen einen Zweigbetrieb errichtet, der sich ausschließlich mit der Herstellung dieser Schnüren befasst.

00.03.1926

Gustav Schönberger wird Hilfsprediger der lutherischen Gemeinde. 1927 wird er als Pfarrer der zweiten Pfarrstelle gewählt und amtiert bis 1929.

00.07.1926

Teilnahme der katholischen Schule Blombacherbach an den Reichsjugendwettkämpfen. Fünf Jungen erreichen die erforderliche Punktezahl.

01.11.1926

Der Vorstand des Christlichen Feierabend- und Schwesternheimes „Friedenshort“ beschließt wegen der ständig steigenden Anmeldezahlen ein drittes Haus zu bauen. Weiter soll ein Stall errichtet werden. Die Baukosten werden trotz Wirtschaftskrise durch erhebliche Opfer der Vereinsmitglieder aufgebracht.

00.00.1926

Gründung der VDK – Ortsgruppe Ronsdorf

00.00.1926

Die Firma Friedrich Marcus beginnt als erstes Unternehmen mit der Auf- und Umarbeitung von Muttern und Schrauben für den Gleisoberbau. Das Verfahren wird 1932 patentiert. Später kommt die Aufarbeitung anderer Teile für den Gleisoberbau hinzu.

00.00.1926

Nach Zwischenstationen in der Mittel- und der Barmer Straße erhält die Volksbibliothek ein neues Domizil im Rathaus. Hier steht jetzt auch eine Lesehalle zur Verfügung. Eine weitere Bereicherung erfährt die Ronsdorfer Volksbibliothek durch die Übernahme der Bestände des Kaufmännischen Vereins Ronsdorf.

00.00.1926

Freie Turnerschaft“ und „Arbeiterschwimmverein“ schließen sich unter dem Namen „Freie Sportvereinigung“ zusammen. Damit ist ein Sportverein entstanden, in dem alle üblichen Sportarten von der Leichtathletik über das Fußballspiel bis zum Schwimmen ausgeübt werden können.

00.00.1926

Gründung des „Tennisclub Blau-Weiß“

01.01.1927

Gründung der christlichen Jugendzeitschrift „Unsere Jugend“ durch Pfarrer Schönberger

24.01.1927

Umzug der Städtischen Sparkasse Ronsdorf vom Rathaus zum neu erbauten Sparkassengebäude an der Lüttringhauser Straße.

1927 Sparkasse Lüttrinhauserstr.

Das Gebäude der Städtischen Sparkasse an der Lüttringhauser Straße.

29.03.1927

Die Schuldeputation beschließt auf Antrag, dass die Hilfsschule künftig den Namen „Pestalozzi-Schule“ führt.

23.06..1927

Gemäß Mitteilung des Ronsdorfer Bürgermeisters an den Landrat in Lennep leben in Ronsdorf acht Juden, darunter keine schulpflichtigen Kinder.

01.09.1927

Einer Meldung zufolge besteht in Ronsdorf eine Ortsgruppe der NSDAP mit 27 Mitgliedern. Das Gründungsdatum der Ortsgruppe ist nicht bekannt.

00.00.1927

Die Schule Laaken ist mit 50 Schülern inzwischen wieder auf eine Klasse unter Lehrer Rebensburg reduziert.

00.00.1927

Die „freie Schule“ hat fünf Klassen mit insgesamt 194 Schülern.

00.00.1927

Laut einer Schulstatistik wird die Schule Holthauser Straße von 301 Schülerinnen und Schülern besucht. Die Schule hat 7 Klassen.

00.00.1927

Laut einer Schulstatistik wird die Schule Kratzkopfstraße von 236 Schülerinnen und Schülern besucht, die in 6 Klassen unterrichtet werden.

00.00.1927

In der Schulstatistik wird die Schule Hammesberger Weg mit drei Klassen und 112 Schülerinnen und Schülern angegeben.

00.00.1927

Mit dem Eintritt der DRAKA in die Firma Reinshagen nimmt das Unternehmen einen beachtlichen Aufschwung. Neue Produkte werden auf den Markt gebracht und der Export wieder aufgenommen. Man meldet ein Warenzeichen für wasserdichte Kabel an und nimmt die Herstellung von Marinekabeln auf.

00.00.1927

Abbruch des Jasperskotten.

00.00.1927

Der Schulhof der Dörpfeldschule wird zur Straße hin mit einem Zaun eingefriedet. Zwischen Schulhof und Straße wird eine Treppe angelegt.

00.00.1927

Der Vorstand des christlichen Feierabend- und Schwesternheims „Friedenshort“ e.V. beschließt wegen der ständig steigenden Anmeldezahlen ein drittes Haus zu errichten. Weiter soll ein Stall gebaut werden. Die Baukosten werden trotz der Wirtschaftskrise durch erhebliche Opfer der Vereinsmitglieder augebracht.

25.01.1928

Die Ronsdorfer Stadtverordnetenversammlung lehnt die Eingemeindungspläne der Stadt Ronsdorf nach Barmen entschieden ab und spricht sich für die Erhaltung der Selbständigkeit und Selbstverwaltung aus.

01.04,1928

Gründung des Fuhrgeschäftes Höhlschen.

01.04.1928

Rektor Leonhard von der ev. Schule Kratzkopfstraße tritt in den Ruhestand. Nachfolger wird Otto Schmale.( bis 1933)

01.04.1928

Die Schule Linde wird erneut dreiklassig wogegen die katholische Schule Blombacherbach auf zwei Klasen reduziert wird.

05.06.1928

Richard Dunkel übernimmt als Hauptlehrer die Leitung der Dörpfeldschule und bleibt bis 1954.

14.06.1928

Nach langem Hin und Her wird der Beigeordnete Wilhelm Leonhard zum kommissarischen Bürgermeister gewählt.

02.07,1928

Obwohl die Schule Barmer Straße offiziell nicht mehr besteht, feiern die „Berger“ das hundertjährige Bestehen „ihrer“ Schule“

27.08.1928

Die wirtschaftliche Lage der Ronsdorfer Bandwirker ist so schlecht, dass man sich behördlicherseits dazu entschließt, die Seidenbandindustrie zur Krisenfürsorge zuzulassen. Insgesamt sind 58,4 Prozent der Ronsdorfer Arbeiter, davon etwa die Hälfte als Heimarbeiter, in der Textilindustrie tätig.

07.09.1928

Von der Bezirksregierung in Düsseldorf wird die Konzession zum Betrieb einer Kraftverkehrslinie Lennep – Lüttringhausen – Ronsdorf – Elberfeld erteilt.

00.12.1928

Nach einem Gutachten der IHK Lennep gibt es in Ronsdorf 5.741 krankenversicherungspflichtige Beschäftigte. Davon sind 3.351 = 58,3 Prozent in der Textil- und Metallindustrie tätig.

00.12.1928

Ein vom Kreisausschuss des Kreises Lennep in Auftrag gegebenes Gutachten mit dem Titel „Der Kreis Lennep und die kommunale Neugliederung“ macht die eindeutige Aussage, dass Ronsdorf als eine durchaus lebensfähige Stadt bezeichnet werden kann.

00.00.1928

Das dritte Gebäude des „Friedenshort“ ist fertiggestellt. In einem Zwischentrakt ist ein großer Gemeinschaftsraum untergebracht. Die Kapazität beträgt jetzt 5ß Plätze in kleinen Einzelzimmern. Pläne des Vereins Christliches Feierabend- und Schwesternheim „Friedenshort“, ein Feierabendhaus für Schwestern anzubieten, wird aufgegeben, nachdem in Elberfeld das Mutterhaus „Persis“ eröffnet wurde.

00.00.1928

Nach der Personenstandsaufnahme von 1928 hat Ronsdorf 15.247 Einwohner.

01.01.1929

Umbenennung der christlichen Jugendzeitschrift Unsere Jugend“ in „Ronsdorfer Hausfreund“

27.03.1020

Die Ronsdorfer Stadtverordnetenversammlung protestiert in einer Entschließung gegen den Beschluss des Stadtrates, der die Angliederung Ronsdorfs an die neue Wupperstadt vor sieht.

22.04.1929

Die Wirtschaftliche Vereinigung Ronsdorf protestiert in einer Resolution gegen die Eingemeindung Ronsdorfs und fordert die weitere Selbstständigkeit der Bandwirkerstadt.

27.04.1929

Ernsthafter Lohnkonflikt zwischen den Fabrikanten und den Lohnwindern, die sich gegen eine Herabsetzung ihrer Löhne wehren.

20.06.1929

Trübe Lage der Ronsdorfer Heimindustrie. Die Hausbandwirker erreichen zum Teil nicht einmal mehr den Mindestlohn.

22.06.1929

Die Deutsche Volkspartei, Ortsgruppe Ronsdorf, bezeichnet die Durchführung der Umgemeindungen als verfassungswidrig und fordert, das Selbstbestimmungsrecht der bergischen Städte zu achten.

01.07.1929

25-jähriges Bestehen der Firma Dausend & Wüster.

10.07.1929

Der Landtag beschließt ein „Gesetz zur kommunalen Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes.

12.07.1929

Die Postagentur der Ortschaft Linde wird dem Postamt Ronsdorf unterstellt.

16.07.1929

Der Einspruch des Kreistages Lennep gegen den Beschluss des Landtages, den Kreis Lennep aufzulösen und die Selbstständigkeit der Städte Lennep, Lüttringhausen und Ronsdorf aufzuheben, bleibt erfolglos.

24.07.1929

Letzte Stadtverordnetenversammlung vor der Eingemeindung..

30.07.1929

Durch Gesetzesakt, einem Beschluß des Preußischen Landtages vom 29.07.1929, wird die Selbstständigkeit der Gemeinden Barmen, Elberfeld, Vohwinkel, Ronsdorf (Auflösung des Kreises Lennep) und Cronenberg aufgehoben. Diese werden einschließlich des zu Lüttringhausen gehörenden Ortsteiles Beyenburg mit Wirkung zum 01.08.1929 zu einer gemeinsamen Stadt mit dem Namen „Barmen-Elberfeld“ vereinigt. Später erfolgt die Umbenennung in „Wuppertal“.

24.09.1929

Gründung des Ronsdorfer Bürgervereins.

20.11.1929

Pfarrer Schönberger verlässt Ronsdorf.

03.12.1929

Erste Sitzung der neuen Stadtverordneten.

00.00.1929

Die „Freie Sportvereinigung“ spaltet sich in einen kommunistischen und einen sozialdemokratischen Sportverein. Diese Trennung stößt bei der Stadt auf starke Missbilligung, weshalb dem kommunistischen Verein die Nutzung der städtischen Sporteinrichtungen untersagt wird.

00.00.1929

Mit der Eingemeindung Ronsdorfs in die Großstadt Wuppertal wird die Städtische Sparkasse zur Zweigstelle der Stadtsparkasse Wuppertal. Zu diesem Zeitpunkt werden in der Zweigstelle zwei Beamte, fünf Angestellte, ein Kassenbote und zwei Lehrlinge beschäftigt. Nach 50-jährigem Bestehen weist die Sparkasse Spareinlagen von rund 3,3 Millionen Mark und Giroguthaben von rund 670.000 Mark aus.

00.00.1929

Die Landzustellbezirke des Postamtes Ronsdorf werden von drei auf vier erweitert.

00.00.1929

Die Überlegung zur Verlegung der Pestalozzi-Schule in die Schule Barmer Straße kommt nicht zur Ausführung.

00.00.1929

Mit der Herstellung von Auto-Kabelsätzen nimmt die Firma Reinshagen einen neuen Produktionszweig auf.

00.00.1929

Einweihung des Vereinshauses der katholischen Gemeinde.

00.00.1929

Die Dörpfeldschule wird mit einer Zentralheizung ausgestattet und modernisiert.

00.00.1929

Hermann Rebensburg wird 1929 noch als Lehrer der Schule Laaken genannt.

07.03.1930

Mit der Eingemeindung Ronsdorfs in die Stadt Wuppertal verliert auch die Volksbibliothek ihre Selbständigkeit. Die Oberleitung wird dem Direktor der Stadtbücherei Elberfeld übertragen. Nebenamtlicher Leiter der Ronsdofer Bibliothek bleibt Hauptlehrer Paul Deffke. Ihm stehen vier ebenfalls nebenamtliche Kräfte zur Seite.

02.04.1930

Wahl von Otto Herbert Köhler zum Pfarrer der zweiten Pfarrstelle der lutherischen Gemeinde.

12.04.1930

Auflösung der Ronsdorfer Rektoratschule und Angliederung an die „Deutsche Oberschule“ in der Siegesstraße. Leiter der Zweiganstalt wird Dr. Steffen, der bis 1943 bleibt.

23.04.1930

Hauptlehrer Emil Wittig von der Schule Hammesberger Weg wird pensioniert.

29.04.1930

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Konzentration der Verwaltung in den Rathäusern Barmen und Elberfeld. In den anderen Ortsteilen, so auch in Ronsdorf, werden Ortsausschüsse, Vorläufer der späteren Bezirksvertretungen, gebildet.

22.061930

Einführung von Pfarrer Herbert Köhler durch Superintendent Jung. Er bleibt bis 1944

26.071930

250-Jahr-Feier der Dörpfeldschule und Enthüllung der Gedenktafel an der ehemaligen Dörpfeldschule auf dem Heidt.

15.091930

Die Pestalozzi-Schule wird auf Anordnung des nunmehr zuständigen Wuppertaler Stadtrates auf eine einklassige Einrichtung reduziert.

18.10.1930

Im Stadtgarten wird der Grundstein für ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges gelegt.

1930 Ronsdorfer Stadtgarten

Der Ronsdorfer Stadtgarten mit dem Ehrenmal.

00.11.1930

Die Stadtbücherei zieht vom rechten in den linken Seitenflügel des Rathauses um, wo zwei große Räume zur Verfügung stehen. Der Bestand beläuft sich auf 4.609 Bände. Im Berichtsjahr 1929/30 waren 12.439 Ausleihen zu verzeichnen.

00.00.1930

Der Sprachphilosoph, Wissenschaftstheoretiker und Logiker Rudolf Carnap erhält in Prag einen Lehrstuhl für Naturphilosophie.

00.00.1930

125jähriges Jubiläum der Firma J.H. vom Baur Sohn

00.00.1930

Zur Umpfarrung der Hofschaften Blaffertsberg, Boxberg, Graben und Mühle von Lüttringhausen nach Ronsdorf werden stimmberechtigte Gemeindeglieder de4r Hofschaften gehört. Von 258 Wahlberechtigten sprechen sich 124 für den Verbleib bei Lüttringhausen, und 105 für eine Umpfarrung aus.

00.00.1930

Hans Moog übernimmt von seinem Vater die Leitung der Pyrotechnischen Fabrik Moog und baut den Betrieb zum führenden Anbieter von Hochfeuerwerken in Europa aus.

00.00.1930

Gründung des Baugeschäftes Störte & Mortsiefer

00.03.1931

Schließung der Preußischen Bandwirkerfachschule in Ronsdorf.

17.05.1931

Nach komplettem Umbau des Inneren der lutherischen Kirche wird diese wieder ihrem Zweck übergeben.

1931 Umbau Luth. Kirche

Das Innere der lutherischen Kirche nach dem Umbau 1931.

00.05.1931

Der Sanitätskolonnenverband des Roten Kreuzes Lennep wird nach der kommunalen Neugliederung und Gründung der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal aufgelöst. Die „Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Ronsdorf“ wird dem Kreisverband Wuppertal zugeteilt, unter der Benennung „Deutsches Rotes Kreuz, Bereitschaft (m) Wuppertal 2“. Dr. Kallmeyer folgt dem zurück getretenen Kameraden Louis Ried als Bereitschaftsführer.

31.07.1931

Nachdem die Jugendherberge im Staubenthal wegen Baufälligkeit geschlossen werden musste, wurde dem Jugendherbergswerk die ehemalige Schupo-Unterkunft in der Zandershöfe zur Verfügung gestellt.

06.12.1931

Feierliche Einweihung des Ehrenmales für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitbürger des Ortsteiles Linde.

00.00.1931

Eine Gruppe Arbeitsloser hat damit begonnen, im Kottsiepener Tal ein Strandbad zu bauen.

00.00.1931

Die Lungenheilstätte im Saalscheid wird in ein Waldsanatorium für erholungsbedürftige, tbc-gefährdete Frauen umgewandelt.

00.00.1931

In der katholischen Schule wird ein Milchfrühstück verabreicht.

00.00.1931

Karl Sichelschmidt wird Leiter der Zweigstelle Ronsdorf der Stadtsparkasse Wuppertal.

00.00.1931

Georg Arends stellt die von ihm gezüchtete Primelsorte „Ronsdorfer Dunkelrote“ vor. In der Folgezeit sind es noch viele Neuzüchtungen, die er auf den Markt bringt und die teilweise seinen Namen tragen.

00.00.1931

Gründung der Druckerei Franz Neusser.

01.01.1932

50 Jahre Bandfabrik Friedrich Heynen.

01.01.1932

Aufgrund der Brüning’schen Notverordnung wird die Lungenheilstätte geschlossen.

04.01.1932

50 Jahre Firma Gustav Walbrecker, Fabrikation von Seidenbändern.

21.02.1932

Eröffnung des neu eingerichteten Ronsdorfer Heimatmuseums.

01.04.1932

Hauptlehrer Ossemann wird von der katholischen Schule Blombacherbach nach Langerfeld versetzt. Die Leitungsaufgaben werden vorübergehend der Lehrerin Frau Huissmann übertragen. (bis 1934)

31.10.1932

Das Ronsdorfer Amtsgericht wird aufgehoben.

01.11.1932

Zwischen dem Ronsdorfer Bahnhof und Müngsten bzw. Lichtscheid wird der Transport von Güterwagen auf Rollböcken eingeführt.

1932 Reichbahnwagons Stadtbahnhof

Die Waggons der Reichsbahn werden auf Rollböcken
ins Morsbachtal transportiert. Durch diese Methode erübrigt
sich ein Umladen auf Wagen der Schmalspurbahn.

01.11.1932

Die evangelische Volksschule Kratzkopfstraße besteht 50 Jahre. Aus diesem Anlass wird in allen Schulklassen eine würdige Weihestunde veranstaltet. Eine öffentliche Feier findet am 12.11.1932 im Evangelischen Vereinshaus statt.

13.11.1932

Wahl der größeren Gemeindevertretung der lutherischen Kirchengemeinde. Zu dieser Wahl wird erstmalig keine Einheitsliste aufgestellt, sondern zwei getrennte Listen, und zwar von den „Deutschen Christen“ und der „Bekennenden Kirche“. Eine große Mehrheit der Gemeindeglieder entscheidet sich für die Liste der „Bekennenden Kirche“.

00.001932

Nach der Machtergreifung verbieten die Nationalsozialisten neben vielen anderen Vereinen auch die Naturfreunde. Die Bezirksgruppe Ronsdorf verliert ihr Haus in Niederrengse an der Aggertalsperre.

00.00.1932

In den Jahren 1931/32 wird von der Firma Reinshagen die Fertigung neuer Produkte aufgenommen.

20.02.1933

Pastor Paul Kirberg ist verstorben.

03.03.1933

Beschluss zum Ausbau der Schule Holthauser Straße um drei Klassen auf sechs Klassen. Baukosten 13.650 Mark.

03.03.1933

Die Jahreshauptversammlung des Ronsdorfer Bürger- und Verkehrsvereins bekräftigt nachdrücklich den Wunsch nach einer Selbstständigkeit der Gartenstadt. Eine Woche später verabschieden die Teilnehmer einer Bürgerversammlung eine Entschließung an das Preußische Staatsministerium, Ronsdorf wieder souverän werden zu lassen. Auch im Wuppertaler Rathaus in Barmen verhallen die Proteststimmen ungehört. Oberbürgermeister Julius Friedrich beschwichtigt die Menschen und stellt fest, daß ohne eine Neubildung des Kreises Lennep eine Ausgemeindung Ronsdorfs nicht möglich sei.

27.03.1933

Unter diesem Datum meldet der „Generalanzeiger“ die Einweihung der Parteizentrale der NSDAP im ehemaligen Amtsgericht, das in „Adolf-Hitler-Haus“ umbenannt wird.

12.04.1933

Durch Verfügung des Polizeipräsidenten wird die Lassallestraße in Standartenstraße umbenannt.

05.05.1933

Die reformierte Kirche wird 75 Jahre alt.

22.06.1933

Die SPD wird verboten. Dadurch verlieren auch die Ronsdorfer SPD-Stadtverordneten ihre Mandate.

27.06.1933

Auf Anordnung des preußischen Staatskommissars der Evangelischen Kirche in der Rheinprovinz werden die „größeren Gemeindevertretungen“ aufgehoben. Bei der Neuwahl am 30.07.1933 werden abermals 17 Männer der „Bekennenden Kirche“ gewählt.

05.12.1933

Die so genannte „Freie Schule“ Bergstraße wird auf Beschluss der Schuldeputation aufgelöst und in ein evangelisches System umgewandelt. Die Stelle des Schulleiters bleibt zunächst unbesetzt.

00.001933

Die nationalsozialistischen Machthaber lösen alle Ortsausschüsse, den heutigen Bezirksvertretungen vergleichbar, auf und machen so in Ronsdorf die Fürsprecher für eine Eigenständigkeit mundtot.

00.00.1933

Reinhold Luckey eröffnet in seinem Haus, der ehemaligen Heidter Dorfschule, ein Cafe’ mit Gartenwirtschaft unter dem Namen „Zur alten Dörpfeldschule“. 1943 wird die Konzession aus Gründen der Wohnraumbeschaffung entzogen und das Cafe’ aufgegeben.

00.00.1933

Rektor Rohleff wird Leiter der Schule Kratzkopfstraße und amtiert bis 1934.

00.00.1933

Um die Nachfolge von Pastor Kirberg gibt es in der reformierten Gemeinde einige Wirren. In der Vacanzzeit betreuen verschiedene Hilfsprediger, so Pastor Dr. Johannes Kühler und Pastor Streck die Gemeinde.

00.00.1933

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten bringt auch für die Hilfsschulen erhebliche Veränderungen. Erwähnt wird die Politisierung des Unterrichtes und die mögliche Anwendung der Sterilisationsgesetze auf ehemalige Hilfsschüler.

00.00.1933

Auch für die Volksbibliothek bedeutet die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten und die damit verbundene Nivellierung und ideologische Ausrichtung eine negative Veränderung.

00.00.1933

Die Hilfsschule (Schule für lernbehinderte Kinder) unter Leitung von Lehrer Hecker, wird in der Schule Holthauser Straße untergebracht.

00.00.1933

Der bisherige Name des Altenheimes wird in „Friedenshort“ Christliches Altenheim e.V. umgewandelt.

00.00.1933

Laut Statistik hat Ronsdorf insgesamt 12.814 Einwohner.

00.00.1933

Bei der Firma Reinshagen wird eine eigene Werksfeuerwehr gegründet.

00.00.1933

Gründung des Ronsdorfer Schachvereins.

10.03.1934

Das Ronsdorfer Postamt erhält anstelle deer bisherigen Fernsprechvermittlung ein Selbstwählamt.

28.03.1934

Die ehemalige Lungenheilstätte, die seit 1932 geschlossen ist, wird NSV – Müttererholungsheim.

00.04.1934

Trennung der Schulen Holthauser Straße und Barmer Straße. Beide Schulen werden wieder selbständig. Die Leitung der Schule Barmer Straße übernimmt Albert Böhme. Rektor Robach leitet weiter die Schule Holthauser Straße.

117.05.1934

Wiedergründung des Schulvereins der Schule Barmer Straße.

01.06.1934

Lehrer Michael Stöber wird neuer Leiter der Schule Blombacherbach.

10.06.1934

Einführung von Dr. Hans Kaiser als Pfarrer der reformierten Gemeinde3 auf Anordnung des Konsistoriums in Koblenz.

10.07.1934

Die Ronsdorfer Badeanstalt besteht 50 Jahre.

21.07.1934

Erstes Sommerfest nach dem Wiederaufleben der Schule Barmer Straße. Am Abend wird auf dem Schulhof zur Erinnerung an die 68 im Ersten Weltkrieg gefallenen Männer aus dem Schulbezirk eine Blutbuche gepflanzt.

00.09.1934

Nach den Schulferien wird im ganzen Reich der Sonnabend zum Staatsjugendtag erklärt. Schüler, die dem Jungvolk oder dem BDM angehören, werden an diesem Tag vom Unterricht frei gestellt und von der Hitlerjugend betreut.

24.10.1934

Der Reichskultusminister gibt einen Erlass zur Bildung von Schulgemeinden heraus, die aus Vertretern von Schule, Eltern und der Hitlerjugend bestehen sollen. Diese werden aber nicht mehr gewählt, sondern vom Schulleiter und der Ortsgruppenleitung der NSDAP berufen. Gleichzeitig werden die Schulen verstärkt für staatspolitische Bildungsaufgaben im Sinne des Nationalsozialismus eingesetzt.

00.00.1934

Nach der Wirtschaftskrise von 1929/30 beschränkt man sich in der Bandindustrie nicht mehr auf modische Bänder, sondern nimmt auch die Herstellung technischer Bänder verschiedenster Art auf.

00.00.1934

Rektor Balters wird Leiter der Schule Kratzkopfstraße. (bis 1939)

00.00.1934

Der Turm des Postamtes. in den die Telefonleitungen einmündeten, wird nach Umwandlung der Fernsprechvermittlungsstelle in ein Selbstwählamt abgebrochen.

00.00.1934

Nachdem zunächst Opel der Hauptabnehmer von Kabelsätzen der Firma Reinshagen war, gehören jetzt alle maßgebenden deutschen Autohersteller zum Kundenkreis. Das Unternehmen ist von der Expansion geprägt. 1933 wird das „Kabelwerk Barmen AG“ und 1934 das „Kabelwerk Nassau“ erworben.

01.01.1935

Umbenennung von Straßen in Ronsdorf. Teils haben die neuen Straßennamen örtlichen, teils politischen Bezug.

13.03.1935

175 Jahre katholische Kirchengemeinde. Gleichzeitig ist die neue katholische Kirche 25 Jahre alt.

01.04.1935

Hauptlehrer Paul Dippel übernimmt die Leitung der Schule Bergstraße. Diese Straße erhält am 01.01.1935 den Namen Bandwirkerstraße.

00.00.1935

Der Sprachphilosoph, Wissenschaftstheoretiker und Logiker Rudolf Carnap emigriert nach Amerika, wo er in Chicago und Los Angeles lehrt.

Ende 1935

Das NSV-Müttererholungsheim in der ehemaligen Lungenheilstätte wird aufgelöst. Ein ursprünglich geplanter Umbau der Gebäude muss zunächst zurück gestellt werden.

00.00.1935

Ignaz Nehmsmann wird Pfarrer der katholischen Gemeinde und bleibt es bis 1960.

00.00.1935

Die Schulen werden verstärkt für staatspolitische Bildungsaufgaben im Sinne des Nationalsozialismus eingesetzt.

00.00.1935

Rektor Robach wird pensioniert und auf der Bundeshöhe feierlich verabschiedet. Nachfolger wird Hauptlehrer Heinrich Wetzler, der bis 1943 amtiert.

00.00.1935

Umbenennung der Firma Reinshagen in Kabelwerke Reinshagen GmbH.

00.00.1935

Hubert Linden wird Hauptlehrer der katholischen Schule Lilienstraße und bleibt bis 1958.

00.00.1935

In einem Heft des nationalsozialistischen Regimes wird zum Boykott jüdischer Geschäfte aufgerufen. Genannt werden beispielsweise die jüdischen Geschäfte in Ronsdorf der Familien Löwenthal und S. Steinberg.

00.00.1935

Ein Lehrer Berger wird als Schulleiter der Schule Hammesberger Weg erwähnt.

00.00.1935

Die Wehrmacht schickt Vermessungstrupps nach Wuppertal, um einen geeigneten Standort für künftige Kasernen zu erkunden.

22.04.1936

Großfeuer bei der Firma Kabelwerk Reinshagen

05.06.1936

Da die Kinderzahl weiter zurück gegangen ist, wird die katholische Schule Blombacherbach auf eine Klasse reduziert.

17.08.1936

Die Schule Bandwirkerstraße besteht 75 Jahre.

17.10.1936

Abschluss eines Garnisonsvertrages mit der Stadt Wuppertal, nach dem auch im Ronsdorfer Raum Grundstücke für die Wehrmacht vorgesehen sind. Gemäß diesem Vertrag werden erste Bauplanungen durchgeführt.

00.12.1936

Umbau des Ronsdorfer (Staats-, Reichs-) Bahnhofes und Neugestaltung des Vorplatzes.

30.12.1936

Johannes Carnap im Alter von 74 Jahren verstorben.

30.12.1936

Da die „Versammlung“ eine namenlose und damit nicht erfassbare christliche Gruppe ist, wird sie von den Behörden vorübergehend verboten, bis dass ein so genannter „Ortsbeauftragter und Briefempfänger“ bestimmt ist und Mitgliederlisten geführt werden. Der Beauftragte wird Johannes Jaeger (1937 bis 1968). Die „Versammlung“ führt künftig den Namen „Bund freikirchlicher Christen (BfC) Wuppertal-Ronsdorf“. Bis zur Aufhebung des Verbotes sind die Gemeindeglieder Gast bei der „Freien Evangelischen Gemeinde“.

00.00.1936

Die Firma Friedrich Marcus bezieht neue Fabrikationsräume in der Lilienstraße.

00.00.1936 .

Die Villa und der dazu gehörige Park der Familie Braus wird enteignet, da das Haus im Gelände der künftigen Waldkaserne II liegt. Es wir später als Offiziersheim genutzt und steht heute unter Denkmalschutz.

1936 Villa Braus

Die Villa Braus.

01.01.1937

Ab diesem Datum werden die Ortsteile Mühle und Graben von Lüttringhausen zur lutherischen Gemeinde Ronsdorf umgemeindet.

24.03.1937

Nach völliger Erneuerung wird die Jugendherberge in der Zandershöfe wieder in Betrieb genommen.

00.08.1937

Baubeginn der „Waldkaserne“, die zunächst in „Diedenhofenkaserne“ und später in „Generaloberst Höppner – Kaserne“ umbenannt wird.

01.09.1937

Die Firma Carl Bocklenberg Söhne, Maschinen- und Werkzeugfabrik, besteht 75 Jahre.

02.10.1937

Einweihung des neu errichteten Festsaales im „Rheinischen Hof“

1937 Neuer Festsaal Rheinischer Hof

Der neue Festsaal des „Rheinischen Hofes“.

00.00.1937

Ernst Hegenberg übernimmt die Leitung der Zweigstelle Ronsdorf der Stadtsparkasse Wuppertal

00.00.1937

Der „Verein Kinderheim e.V.“ unter Vorsitz von Pfarrer Schoen übergibt das Kinderheim an der Schenkstraße der NSV, die dort eine Jugendheimstätte einrichtet.

00.00.1937

Neben dem Ratskeller an der Mittelstraße, der späteren Staasstraße, eröffnet das Kaufhaus Kühle. Vorher hatte dort das Haushaltswarengeschäft Ernst Kottsieper, dem der Spitzname „Ernstken Bollerwägelken“ anhaftete, seinen Platz.

00.00.1937

Gerrit de Haas wird Geschäftsführer der Carl Reinshagen Telefonschnur-, Kabel- und Gummiwerk KG, in die er 1920 24jährig als Treuhänder des holländischen Kabelkonzerns Draka eingetreten war.

00.00.1937

Gründung der „Siedlergemeinschaft Konradswüste“.

00.00.1937

Gegen seinen Willen muss der Ronsdorfer Verschönerungsverein sein Gelände nördlich der Parkstraße an die Wehrmacht abtreten und erhält für die Enteignung eine Entschädigung von rund 93.000 Reichsmark.

00.03.1938

Die LVA Rheinprovinz übernimmt erneut die Lungenheilstätte, die nach modernsten Erkenntnissen umgebaut werden soll. Der Umbau wird jedoch von der Regierung gestoppt, da die Gelder zu Gunsten der Rüstungsindustrie benötigt werden.

01.03.1938

Die Staudengärtnerei Georg Arends besteht 50 Jahre.

09.06.1938

Vorüberlegungen zum Bau der Reinshagensiedlung.

03.09.1938

Richtfest und Namensgebung der „Waldkaserne II“.

02.10.1938

J. Tautorat wird als Prediger der Freien evangelischen Gemeinde in sein Amt eingeführt.

09.11.1938

In der „Reichs-Kristallnacht“ werden an jüdischen Geschäften in Ronsdorf die Schaufensterscheiben eingeschlagen.

15.11.1938

Gemäß Erlass werden jüdische Kinder vom allgemeinen Schulbesuch ausgeschlossen. Damit müssen Lore und Rudi Marx die Zweiganstalt des Gymnasiums Siegesstraße verlassen.

00.00.1938

Der „Verein Kinderheim e.V.“ wird aufgelöst.

00.00.1938

Zwangsweise Auflösung des katholischen Jungmännervereins und Einzug des Vermögens.

00.00.1938

Aus verkehrstechnischen Gründen wird die so genannte „Klein´s Ecke“, ehemals Wohnhaus von Elias Eller, abgerissen

1938Ellersche Haus an Kleins Ecke

Blick auf das ehemals Eller´sche Haus an der Klein´s Ecke.

00.00.1938

Neben dem Ratskeller an der Mittelstraße, der späteren Staasstraße, und dort, wo heute Foto Monhof seinen Platz hat, hat bis 1938 die Gesellschaft „Erholung“, ein 1845 gegründeter, abgegrenzter Kreis von Honoratioren, ihr Domizil.

00.00.1938

Die Firma Gebr. Hilgeland baut Im Rehsiepen einen eigenen Betrieb.

26.02.1939

Die Waldkaserne wird von Oberstleutnant Versen und seinem Schützenbataillon übernommen.

00.04.1939

Schließung der Schule Barmer Straße auf Anordnung von Kreisleiter Straßweg wegen „politischer Unzuverlässigkeit“. Das Gebäude wird nach Schließung teilweise als HJ- (Hitler-Jugend-) Heim genutzt.

00.04.1939

Die Leitung der Schule Kratzkopfstraße wird Rektor Albert Böhme, bisher Leiter der Schule Elias-Eller-Straße, übertragen. Böhme leitet bis 1966.

00.04.1939

Die Hilfsschule wird von der Schule Holthauser Straße in frei gewordene Räume der Schule Elias-Eller-Straße verlegt.

01.04.1939

Der Name Dörpfeldschule für die Schule Echoer Straße entfällt, da es in Barmen-Wupperfeld bereits eine Dörpfeldschule gibt, wo Friedrich Wilhelm Dörpfeld weit länger als in Ronsdorf tätig war.

18.04.1939

Neuordnung der Volksschulen ab Schuljahresbeginn 1939/40. Auflösung der Bekenntnisschulen und Einführung der Deutschen Einheitsschule.

18.04.1939

In der Staasstraße eröffnen die Geschwister Elias Monhof und Anna Halbach ein Fotogeschäft mit Fotostudio. Nach Zerstörung des Hauses am 30.05.1943 kann Elias Monhof erst 1952 das Geschäft an alter Stelle weiterführen. Tochter Esther Monhof-Vogel übernimmt das Geschäft 1970.

30.05.1939

Die Arbeiten an der Reichsautobahn im „Abschnitt Wuppertal“ gehen ihrer Vollendung entgegen.

01.09.1939

Ausbruch des Zweiten Weltkrieges

00.09.1939

Eröffnung einer neuen Jugendheimstätte durch die NSV im Haus Schenkstraße 34.

00.09.1939

Der Männergesangverein „Einigkeit“ Ronsdorf-Erbschloe stellt wegen des Zweiten Weltkrieges seine Proben ein. Der Verein ist praktisch aufgelöst.

00.00.1939

Der Stadtteil Ronsdorf hat 13.538 Einwohner.

00.00.1039

Bei Kriegsausbruch werden Pferde und Wagen für Kriegsdienste requiriert. Der Ronsdorfer Post verbleiben drei Pferde.

00.00.1939

Hauptlehrer Dunkel von der Schule Echoer Straße wird zum Wehrdienst eingezogen. Die Vertretung übernimmt Emil Tesche.

00.00.1939

Die Schule Kratzkopfstraße hat 1939 rd. 270 Schüler und Schülerinnen

00.00.1939

Da bei Kriegsausbruch die beiden Firmengründer der Firma Bocklenberg & Motte in Argentinien sind, wird der persönlich haftende Gesellschafter Paul Matthey alleiniger Leiter des Unternehmens.

00.00.1939

Mit Einführung der Deutschen Einheitsschule (Gemeinschaftsschule) wird die katholische Schule Blombacherbach geschlossen.

00.00.1939

Fertigstellung der ersten Häuser der Reinshagen-Siedlung.

00.00.1939

Die Jahre zwischen 1930 und 1939 sind für die Firma Reinshagen von starker Expansion geprägt. 1934 werden, wie bereits erwähnt, zwei Kabelwerke erworben. Die Belegschaft wächst von 360 Mitarbeitern im Jahr 1933 auf 760 Mitarbeiter in 1939. In der Firmenleitung ist nach verschiedenen Wechseln 1937 Gerrit de Haas an die Spitze getreten.

00.00.1939

Ein Großteil des Geländes der Ronsdorfer Ziegelwerke wird von der Firma Kabelwerk Reinshagen aufgekauft, um auf dem Gelände eine bahnnahe Fabrikation aufzubauen. Der Betrieb wird zunächst von den Erben Hogarten fortgeführt.

00.00.1939

In der Baracke des Ronsdorfer Krankenhauses wird eine Hilfsstation für tbc-Kranke eingerichtet.

00.00.1939

Das katholische Vereinsheim wird beschlagnahmt und mit Soldaten belegt. Nach Abzug der Soldaten im Jahr 1940 werden 59 ukrainische Landarbeiterfrauen in dem Gebäude untergebracht.

00.00.1939

Nach Umbau der Kretzmann’schen Malzfabrik wird das Gebäude an der Blombachstraße neue Heimstätte der Bereitschaft Ronsdorf des Deutschen Roten Kreuzes.

00.05.1940

Der Prediger der freien evangelischen Gemeinde, J. Tautonat, wird zum Kriegsdienst eingezogen.

00.00.1940

Während des zweiten Weltkrieges muss die Arbeit der freien evangelischen Gemeinde bis auf den Gottesdienst eingestellt werden. Bestimmte Veranstaltungen, so die Sonntagsschule, werden verboten.

00.00.1940

Im zweiten Bauabschnitt der Reinshagensiedlung werden fünf weitere Häuser fertiggestellt.

24.03.1941

In der Lungenheilstätte wird ein Krankenhaus (Lazarett) mit der Bezeichnung „Städtisches Hilfskrankenhaus Wuppertal – Ronsdorf“ eingerichtet. Ein Teil des Gebäudes und der Einrichtung wird von der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz gepachtet. Das Krankenhaus hat 152 Betten und wird in erster Linie für Tbc-Kranke genutzt.

31.05.1941

Aus „kriegswirtschaftlichen Gründen“, so die Anordnung, muss die „Ronsdorfer Zeitung“ ihr Erscheinen einstellen.

26.10.1941

Moritz Löwenthal wird mit seiner Frau und zwei Kindern nach Litzmannstadt deportiert. Weitere acht jüdische Ronsdorfer Bürger werden am 10.11.1941 abgeholt und ebenfalls nach Litzmannstadt gebracht.

01.11.1941

Aus Raumnot werden im Obergeschoß des Krankenhauses Alterspfleglinge des Wohlfahrtsamtes untergebracht.

10.11.1941

Zwei jüdische Schüler der Zweiganstalt des Gymnasiums Siegesstraße, Lore und Rudi Marx, werden zusammen mit anderen Juden nach Litzmannstadt deportiert.

00.00.1941

Im „Friedenshort“ können nun auch Ehepaare ihren Lebensabend gemeinsam verbringen, nachdem zuvor nur alleinstehende Personen aufgenommen wurden.

00.00.1941

Umbenennung der „Waldkaserne“ in „Diedenhofen-Kaserne“.

00.00.1941

Wegen Kohlenmangel im Winter 1941/42 wird der Unterricht vorübergehend von der Schule Echoer Straße in die Schule Lilienstraße verlegt.

00.00.1941

Wegen baulicher Gegebenheiten des Krankenhauses werden die beiden Obergeschosse bei einem Luftangriff als besonders gefährdet angesehen und geräumt. Für die Krankenaufnahme verbleibt das Erdgeschoß mit 16 Betten.

00.00.1941

Das Haus der Familie Löwenthal an der heutigen Elias-Eller-Straße wird zum „Judenhaus§ erklärt und damit zum Ronsdorfer Ghetto.

1941 Haus Fam. Löwenthal

Das Haus der Familie Löwenthal an der Elias-Eller-Straße.

00.00.1941

Der Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf zählt 13.538 Einwohner.

00.00.1941

Die Volksbibliothek wird nochmals verlegt und zwar in einen ehemaligen Klassenraum der Schule Bandwirkerstraße.

15.06.1942

50 Jahre Buchhandlung Georg Gümbel in der Staasstraße 9

04.07.1942

50 Jahre Werkzeugfabrik Hermann Bremer.

20.07.1942

Der 80-jährige Moses Löwenthal wird der „Geldhortung“ beschuldigt, abgeholt und nach Theresienstadt deportiert.

00.00.1942

Mit staatlicher Genehmigung erfolgt der Zusammenschluss von Baptisten und BfC zum „Bund Evangelisch-freikirchlicher Gemeinden“(BEFC) mit Sitz in Berlin (heute Bad Homburg v.d.H.), dem sich auch die Ronsdorfer „Versammlung“ anschließt.

00.00.1942

Frau G.Großmann übernimmt als Pächterin die Löwen – Apotheke

30.05.1943

Erster schwerer Luftangriff im Zweiten Weltkrieg auf Ronsdorf und Barmen. Die historische, altbergische Innenstadt wird teilweise durch Sprengbomben, überwiegend jedoch durch Brandbomben, vollständig zerstört. Auch in allen anderen Bereichen, bis in die Außenbezirke, entstehen schwere Schäden. Total zerstört werden u.a.: Rat- bzw. Verwaltungshaus, Bahnhof, städtisches Altenheim An der Blutfinke, Altenheim Friedenshort, Westflügel der Lungenheilstätte im Saalscheid, städtische Turnhalle Scheidtstraße, die Hirsch- und Löwenapotheke, und Friedhofskapelle der reformierten Kirchengemeinde, Vereinshaus der Inneren Mission (Dürselenhaus) an der Bandwirkerstraße, evangelische Lutherkirche und sämtliche gemeindlichen Gebäude ausser der Friedhofskapelle, katholische Kirche und Pfarrheim St. Joseph. Schulen Bandwirkerstraße, Holthauser Straße, Geranienstraße, Hammesberger Weg, Kratzkopfstraße. Die Schule Laaken wird schwer beschädigt. Einzig nutzbar ist die 1939 zur „Deutschen Einheitsschule“ umgewandelte Schule Eschensiepen. Erheblich beschädigt wird das Gemeindehaus der Freien evangelischen Gemeinde in der Blombachstraße. Beschädigt werden die Schulgebäude Echoer Straße, Schäubner-Richter Straße (Lilienstraße) und Gymnasium Scheidtstraße. Der größte Teil der Ronsdorfer Bandfabriken wird zerstört, außerdem Carl Bocklenberg Söhne und die Staudengärtnerei Georg Arends..

Bilder vom zerstörten Ronsdorf

1943 Das zerstörte Ronsdorf

Die Staasstraße nach dem Luftangriff mit Blick auf die lutherische Kirche.

1943 das zerstörte Rathaus

Blick auf das zerstörte Rathaus.

30.05.1943

Mit der Zerstörung der Schule Bandwirkerstraße fällt auch die Volksbibliothek dem Luftangriff zum Opfer.

30.05.1943

Bei dem Luftangriff auf Ronsdorf wird das Schulgebäude Deutschherrnstraße (Barmer Straße) zwar nicht zerstört, der Schulbetrieb der Hilfsschule aber trotzdem eingestellt.

30.05.1943

Bei der Zerstörung des Altersheimes „Friedenshort“ kommen Menschen nicht zu Schaden. Die obdachlosen Heimbewohner werden vorübergehend bei Magdalene Kreitz untergebracht. Ein Vereinsmitglied stellt dann sein Werkserholungsheim in Hücker-Moor bei Bünde zur Unterbringung der Heimbewohner zur Verfügung. Schon kurz nach dem Luftangriff wird die Ruine abgedeckt und gesichert, um einem Verfall vorzubeugen.

31.05.^943

Unmittelbar nach dem Luftangriff verlässt Pfarrer Schoen die lutherische Gemeinde und übernimmt kommissarisch eine Pfarrstelle in Heyersdorf/Schlesien.

31.05.1943

Die reformierte Kirche wird für kurze Zeit als Auffanglager für Ausgebombte und für andere Hilfsmaßnahmen genutzt.

31.05.1943

Das Gymnasium Siegesstraße und damit auch die Ronsdorfer Zweiganstalt wird wegen der Bombenangriffe nach Weimar verlagert. Der Leiter der Zweiganstalt, Dr. Steffen, wird in Wuppertal dienstverpflichtet und außerhalb des Schuldienstes eingesetzt. Das Schulgebäude wird zeitweise als Notunterkunft genutzt.

31.05.1943

Nach der Beschädigung des Versammlungsraumes der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde werden die Zusammenkünfte in die Hausmeisterwohnung verlegt.

00.06.1943

Die beiden evangelischen Kirchengemeinden feiern gemeinsam Gottesdienst, abwechselnd auf dem reformierten und lutherischen Friedhof.

15.08.1943

Der gemeinsame Gottesdienst der beiden evangelischen Gemeinden findet nun in der reformierten Kirche statt. Im Wechsel gilt die reformierte und die lutherische Gottesdienstordnung.

09.09.1943

Trotz Beschädigung durch den Bombenangriff wird in der Schule Scheubner-Richter-Straße (Lilienstraße) der Schulbetrieb als Sammelschule aufgenommen. Außer den eigenen Schülern werden im Gebäude Schüler der zerstörten Schulen Holthauser Straße und Geranienstraße unterrichtet.

01.12.1943

Den Luftangriff vom 30.05.1943 hat das Krankenhaus zwar nahezu unbeschädigt überstanden, doch geht das Haus für die Ronsdorfer Bevölkerung verloren, weil die „Organisation Todt“ ein Lazarett einrichtet.

00.00.1943

Nach dem Luftangriff werden die Kinder der Schule Laaken unter Leitung von Lehrer Gockeln nach Thüringen evakuiert. Damit wird die Schule geschlossen. Die schon bald aus Thüringen zurückgekehrten Kinder besuchen dann die Schule Zu den Erbhöfen (früher Eschensiepen), die auf drei Klassen vergrößert wird.

00.00.1943

Das Ronsdorfer Postamt bleibt beim Luftangriff nahezu unbeschädigt. Auch die zwei Postwagen und ein Einspänner überstehen den Angriff, so dass der Postverkehr zwischen Elberfeld – Ronsdorf – Lüttringhausen – Lennep mit den Fuhrwerken wieder aufgenommen werden kann.

00.00.1943

Im Einverständnis mit dem reformierten Presbyterium wird in der Sakristei der reformierten Kirche ein gemeinsames Gemeindeamt beider evangelischen Kirchengemeinden eingerichtet.

00.00.1943

Da die katholische Kirche zerstört ist, wird die Heilige Messe vorübergehend im Pfarrhaus gefeiert.

00.00.1943

Nach dem Luftangriff wird die teilweise Auslagerung der Produktion der Firma Reinshagen nach Zittau angeordnet.

00.00.1943

Die Kabelwerke Reinshagen übernehmen die Fabrikation der Ronsdorfer Ziegelwerke.

10.01.1944

Engelbert Wüster verstorben

26.03.1944

Hilfsschullehrer Häcker verstorben

26.04.1944

Die Apothekeninhaberin Wwe. Karl Heiser erhält die Erlaubnis, im Hause (in den Kellerräumen?) Remscheider Stra0e 14, dem katholischen Vereinsheim, eine Notapotheke zu betreiben.

24.08.1944

Hinrichtung des Ronsdorfer Kommunisten und Widerstandskämpfers Eugen Schwebinghaus.

09.09.1944

Den Kunden wird mitgeteilt, dass sich die Schutzsparkasse Remschied und die Volksbank Remscheid zur Volksbank Remscheid e.G.m.b.H., Remscheid, zusammen geschlossen haben. Mit einer Bilanzsumme von mehr als 44 Millionen Reichsmark ist die neue Bank die größte Kreditgenossenschaft des Rheinlandes.

30.09.1944

Pfarrer Köhler beendet seinen Dienst in Ronsdorf.

01.10.1944

Lic. Pastor Hermann Barnikol betreut vorübergehend (bis September 1945) die lutherische Gemeinde.

00.00.1944

Ab Mitte des Jahres befinden sich an der Ronsdorfer Talsperre Flakgeschütze zum Schutz gegen Luftangriffe.

00.00.1044

Einige Räume des Altersheimes Friedenshort sind wieder notdürftig hergerichtet worden, so dass die Schwestern Pflegebedürftige und einige Blinde hier betreuen können.

00.04.1945

Schon vor dem Einmarsch der alliierten Truppen setzen sich Ronsdorfer Männer, unter ihnen Heini Matthey, Fritz Lucas und Otto Kreitz, zusammen, um zu überlegen, wie nach dem Kriegsende die schlimmsten Folgen von Ronsdorf abgewandt werden können.

15.04.1945

Amerikanische Kampftruppen der 78. Infanteriedivision besetzen Ronsdorf. Gegen 14 Uhr tauchen, von Wermelskirchen kommend, die ersten Panzer an der Stadtgrenze auf und ziehen über die Remscheider Straße und über Langenhaus, Rädchen, Heidt, Holthausen ein. Heinrich Matthey geht mit einer Gruppe von Männern den alliierten Truppen entgegen, um eine kampflose Übergabe Ronsdorfs zuzusagen.

16.04.1945

Da die Amerikaner offensichtlich Wuppertal als Stadt nicht kennen, werden nach dem Einrücken in Wuppertal für jeden Stadtteil Bürgermeister ernannt, für Ronsdorf Heinrich Matthey.

00.04.1945

Die Männer, die schon vor dem Einmarsch der Amerikaner aktiv waren, bilden einen Aktionsausschuss als Vorläufer des Bezirksausschusses und der späteren Bezirksvertretung. Alle Anweisungen der Amerikaner laufen über den ernannten Bürgermeister und über diesen Ausschuss.

15.04.1945

Im Verwaltungsgebäude des Kabelwerkes Reinshagen wird die amerikanische Ortskommandantur eingerichtet.

00.04.1945

Die Schulen Lilien- und Echoer Straße werden von alliierten Soldaten besetzt und stehen für den Unterricht zunächst nicht mehr zur Verfügung.

00.04.1945

Die Ronsdorfer Badeanstalt wird von den Besatzungsmächten für eigene Zwecke beschlagnahmt.

01.05.1945

Das Krankenhaus wird an die Stadt zurück gegeben. Die Leitung übernimmt wieder der frühere Chefarzt Dr. Schmidt.

05.05.1945

Anstelle der Bürgermeister für die Stadtteile wird als Oberbürgermeister für ganz Wuppertal Eugen Thomas ernannt.

07.05.1945

Die Wuppertaler Schutzpolizei kann als eine der ersten in Nordrhein-Westfalen ihre Tätigkeit wieder aufnehmen.

14.05.1945

Wiedereröffnung des Postschalters, Annahme von Zahlkarten und Postanweisungen, Funktionsfähigkeit des Postsparkassendienstes.

16.05.1945

Die Militärregierung untersagt aufgrund schlechter Erfahrungen, den Aktionsausschüssen jegliche politische Tätigkeit, was das Aus auch des Ronsdorfer Ausschusses bedeutet. Stattdessen werden im Zuge des Verwaltungsaufbaus Bezirksausschüsse gebildet. Der Bezirksausschuss sieht es als seine vordringlichste Aufgabe an, die Ronsdorfer Bevölkerung mit dem Notwendigsten zu versorgen.

00.07.1945

Nach Freigabe der Schule Echoer Straße durch das Militär wird das Gebäude einer Generalreinigung unterzogen.

00.07.1945

Die Postzustellung wird mit fünf Ortszustellern und vier Landzustellern wieder aufgenommen. . Max Berg übernimmt mit seinem Pferdegespann den Paketpostdienst zwischen Postamt und Bahnhof

02.07.1945

Alte Briefmarken werden ungültig. Die Post verkauft erstmals alliierte Postwertzeichen.

15.07.1945

Das Presbyterium der lutherischen Gemeinde spricht sich gegen die Rückkehr von Pfarrer Schoen aus.

00.08.1945

Die Hilfsschule kann nach schwierigen Vorarbeiten unter Hilfsschullehrer Wilhelm Lehmkühler endlich den Schulbetrieb wieder aufnehmen. Nach Rückkehr des ehemaligen zweiten Lehrers der Schule, Herrn Schoppmann, wird diesem auf seinen Wunsch hin die Leitung übertragen.

00.08.1945

Kinder des Schulbezirkes Geranienstraße besuchen die Schule in der Lilienstraße.

01.08.1945

Pfarrer Friedrich Jost wird als Nachfolger von Pfarrer Barnikol vertretungsweise in die erste Pfarrstelle der lutherischen Gemeinde eingewiesen.

14.08.1945

Mit Genehmigung der Militärregierung wird der Schulunterricht ab diesem Tag in allen Ronsdorfer Schulen für die unteren Jahrgänge wieder aufgenommen. Für die Oberstufe beginnt der Unterricht wieder am 17.09.1945.

00.00.1945

Die Zweiganstalt des Gymnasiums Siegesstraße nimmt den Schulbetrieb wieder auf. Leiter der Zweigstelle ist Oberstudienrat Hans Barner.

01.10.1945

Die Firma Reinshagen erhält die Genehmigung der Militärregierung, die bis dahin ruhende Produktion mit maximal 300 Mitarbeitern wieder aufzunehmen. Hergestellt werden Kabel für den Bergbau und die Deutsche Reichsbahn.

01.10.1945

Rektor Dunkel, Leiter der Schule Echoer Straße, wird als ehemaliges Mitglied der NSDAP vorübergehend aus dem Schuldienst entlassen. Die Schulleitung übernimmt vorläufig (bis 1946) Rektor Fritz Neuhaus.

00.12.1945

Das Hilfskrankenhaus im Saalscheid wird aufgelöst und erneut Lungenklinik der LVA Rheinprovinz. Ab 01.01.1946 übernimmt Dr. Overrath die Leitung.

00.12.1945

Das Wuppertaler Stadtamt für Leibesübungen erteilt die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Turnbetriebes der Deutschen Turnerschaft 1860.

15.12.1945

Gedenkfeier zum 200. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte. Die Veranstaltung findet in der reformierten Kirche statt.

16.12.1945

Wahl von Friedrich Jost zum Pfarrer des Nordbezirkes der lutherischen Gemeinde. Er bleibt bis 1952.

16.12.1945

Nach Behebung der Kriegsschäden wird der Saal der „Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde“ wieder genutzt.

00.00.1945

Nach Aussagen des damaligen Schulleiters der Schule „Zu den Erbhöfen“, Michael Stöber, müssen dort über 400 Kinder in neun Klassen von nur sieben Lehrern in drei Räumen unterrichtet werden.

00.00.1945

Konstituierung der „Arbeitsgemeinschaft der demokratischen Parteien“, Vorläufer des Bezirksausschusses und der Bezirksvertretung.

00.00.1945

Gründung der Firma Robert Clemens, Fachgeschäft für Bedachungen.

00.00.1945

Die Firma Marcus in der Lilienstraße nimmt die Herstellung von Spezialgeräten für die Thermik-Schienenschweißung auf.

1945-1957

Nach Kriegsende wird das Kinderheim Schenkstraße 34 von der Stadt Wuppertal treuhänderisch als Voll-Kinderheim mit 25 Plätzen fortgeführt.

11.01.1946

Da an einen Wiederaufbau der lutherischen Kirche zunächst nicht zu denken ist, überlegt das Presbyterium der lutherischen Gemeinde mit dem Vorstand des „Vereins für innere Mission“ den Wiederaufbau des Vereinshauses, das dann gleichzeitig Gottesdienststätte der lutherischen Gemeinde sein könnte.

25.01.1946

Die Badeanstalt wird von den Besatzungsmächten wieder frei gegeben.

27.01.1946

Erste Jahreshauptversammlung der Deutschen Turnerschaft von 1860 nach dem Zweiten Weltkrieg.

00.02.1946

Mit dem Tod von Carl Reinshagen jr. wird Gerrit de Haas alleiniger Geschäftsführer der Firma Reinshagen.

00.03.1946

Nach vorheriger Instandsetzung kann die Badeanstalt wieder von der Zivilbevölkerung benutzt werden.

02.03.1946

Cronenberg, Langerfeld und Ronsdorf können wieder in geringem Umfang mit Gas beliefert werden.

00.04.1946

Die evangelischen Schulen Ronsdorfs mit den Gebäuden Echoer Straße, Deutschherrnstraße (heute Elias-Eller-Straße) und einigen Dependancen mit insgesamt 24 Klassen und 1.400 Kindern werden unter Leitung von Rektor Böhme zusammen gelegt. Wegen des Raummangels ist Schichtunterricht erforderlich.

24.04.1946

Die Diedenhofen-Kaserne wird in ein modernes Krankenhaus mit der Bezeichnung „Deutsches Lazarett Wuppertal-Ronsdorf“ umgewandelt.

05.05.1946

Einführung von Pfarrer Jost.

18.05.1946

Die Schule Lilienstraße wird wieder katholische Bekenntnisschule, muss sich aber die Räume mit einer wieder eingeführten Evangelischen Volksschule teilen.

23.06.1946

Feierliche Weihe der wieder eingeführten katholischen Bekenntnisschule Lilienstraße durch Pfarrer Nehmsmann.

26.08.1946

In der Sitzung des Bezirksausschusses wird von einigen Frauen der Vorschlag gemacht, einen Frauenausschuss zu bilden. Es wird beschlossen, bis zur nächsten Sitzung von jeder Partei zwei Frauen benennen zu lassen, die den Ausschuss bilden sollen. Aufgabe soll sein, Familien zu betreuen, deren Männer und Väter im Zweiten Weltkrieg (1939-45) gefallen oder noch in Kriegsgefangenschaft sind. Herr Iserlohe berichtet über die Vorarbeiten zu einer Bezirksnothilfe.

12.09.1946

Konstituierung eines Frauenausschusses unter dem Dach des Bezirksaus-schusses.

17.09.1946

In der Sitzung des Bezirksausschusses wird über die Gründung eines „Sozialen Hilfswerkes“ diskutiert. Es soll notleidende Ronsdorfer Familien betreuen und finanziell unterstützen. Die Mittel sollen durch Spenden von Firmen, Geschäftsleuten und aus breiten Bevölkerungsschichten aufgebracht werden. Über die Verteilung der Mittel soll ein Kuratorium entscheiden. Erster Vorsitzender des Gremiums ist bis 1948 Hans Panzer.

29.10.1946

Die erste Volkszählung nach dem Zweiten Weltkrieg ergibt für Ronsdorf eine Bevölkerungszahl von 13.813 Einwohnern.

02.11.1946

In einer vom Bezirksausschuss einberufenen Bürgerversammlung im Kabelwerk Reinshagen wird den Ronsdorfern die Idee des Sozialen Hilfswerkes erläutert und findet volle Zustimmung. Am 08.11.1946 geht die erste Spende in Höhe von 300 Reichsmark ein. Bis Jahresende kommen fast 55.000 Reichsmark zusammen, so dass im ersten Jahr 200 Ronsdorfern, deren Renten oder andere Einkünfte unter dem Existenzminimum liegen, regelmäßig spürbare Hilfe zukommen gelassen werden kann.

00.11.1946

Die Wasserentnahme aus der Ronsdorfer Talsperre ist wegen großer Trockenheit auf rund 330.000 Kubikmeter zurück gegangen. Die Talsperre ist fast leer. Trotzdem können aber dringend notwendige Reparaturen wegen Materialmangel nicht ausgeführt werden.

00.00.1946

Nach Kriegsende wird das Kinderheim Schenkstraße von der Stadt Wuppertal treuhänderisch als Voll-Kinderheim mit 25 Plätzen fort geführt.

00.00.1946

Die Zweiganstalt des Gymnasiums Siegesstraße wird von 114 Schülerinnen und Schülern besucht.

00.00.1946

Der Ronsdorfer Bezirksausschuss stellt erste Überlegungen zu einem Informationsblatt an.

00.00.1946

Nach Kriegsende ergibt sich eine völlig neue Situation für die Schulen. Die „Deutsche Einheitsschule“ wird abgeschafft. An ihre Stelle treten wieder Bekenntnisschulen.

00.00.1946

Da die meisten Schulen in Ronsdorf zerstört sind, wird das ehemalige Schulgebäude Barmer Straße wieder als Schule in Benutzung genommen.

00.00.1946

Wiedereröffnung der Bücherei als Freihandbücherei im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude an der Erbschlöer Straße.

00.00.1946

Die Schulen Echoer Straße und Deutschherrnstraße werden unter Leitung von Rektor Böhme zusammen gelegt.

00.00.1946

Wegen Raummangel wird die Hilfsschule vorübergehend aufgelöst.

00.00.1946

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwachen die kirchlichen Jugendkreise, so auch die der Freien evangelischen Gemeinde, zu neuem Leben. Gemeinsame Evangelisationen aller christlichen Jugendkreise, wie die „Wuppertaler Jugendwoche“, werden durchgeführt.

00.00.1946

Nach dem Tod von Carl Trimpop übernimmt Willi Hillerkuß (bis 1956) die Geschäftsführung der Kohlenhandlung und des bahnamtlichen Rollfuhrunternehmens Trimpop. Das Ende kommt 1971.

00.00.1946

Im Verwaltungsbericht der Stadt Wuppertal für die Jahre 1938 bis 1946 wird die jährliche Wasserentnahme aus der Ronsdorfer Talsperre wie folgt angegeben: 1938 = 403.750 cbm, 1940 = 465.470 cbm, 1944 = 497.300 cbm, 1945 = 642.280 cbm, 1946 = 460.325 cbm.

00.00.1946

Schwester Amanda Hohage von der Heimleitung des „Friedenshortes“ ist verstorben. An ihre Stelle treten Diakonissen des Mutterhauses Persis.

00.00.1946

Nach Stilllegung durch die Besatzungsmächte kann die Firma Gebrüder Hilgeland in der zweiten Jahreshälfte den Betrieb wieder aufnehmen.

00.00.1946

Ronsdorf zählt 12.474 Einwohner.

00.01.1947

Da die Zahl der Katholiken nach dem Krieg wieder angewachsen ist, stellt die Firma Kabelwerk Reinshagen ihren Speisesaal zur Feier der hl. Messe zur Verfügung. Diese Möglichkeit wird bis Juli 1950 in Anspruch genommen.

00.01.1947

Gründung des katholischen Kirchenbauvereins.

08.01.1947

Das „Deutsche Lazarett Wuppertal – Ronsdorf“ wird von der Militärregierung auch für Zivilpersonen frei gegeben und damit dem städtischen Krankenhaus gleich gestellt.

00.02.1947

Fritz Iserlohe, Mitglied des Bezirksausschusses, entwickelt einen Plan zur Gründung eines „Wiederaufbauring Ronsdorf“ mit dem Ziel, im Zusammenwirken aller Kräfte Ronsdorf in alter Form wieder aufzubauen.

15.03.1947

Obermedizinalrat Dr. Overrath wird Leiter der Lungenheilstätte.

15.04.1947

Ab diesem Datum finden regelmässig Schulgottesdienste, auch für Schulanfänger, statt.

00.06.1947

Das Soziale Hilfswerk dankt in einem besonderen Schreiben den Spendern, die lt. dieser Mitteilung in den letzten sechs Monrten Rm 90.000.- aufgebracht haben, mit denen etwa 1.200 Ronsdorfern geholfen werden konnte. Es wird um weitere aktive Unterstützung gebeten.

15.09.1947

Gründung des „Ronsdorfer Kinderchores“, ab 1967 „Engelbert-Buhr-Chor“. Erster Dirigent ist Musikdirektor Otto Faßbender (bis 1949)

28.09.1947

Wahl von Johannes Urban zum Pfarrer des Südbezirks (zweite Pfarrstelle) der lutherischen Gemeinde (bis 1958)

13.10.1947

Der Bezirksausschuss stellt erste Überlegungen zum Bau eines Saales an, der allen Ronsdorfer Vereinen zur Verfügung stehen soll.

17.11.1947

Einführung von Pfarrer Urban.

19.11.1947

Gründungsversammlung des gemischten Chores der evangelisch-reformierten Gemeinde. Erster Chorleiter wird Gottfried Monhof.

00.11.1947

Wiederaufbaubeginnn des Vereinshauses der Inneren Mission an der Bandwirkerstraße unter finanzieller Mitwirkung der lutherischen Gemeinde. Verzögerungen durch Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Baumaterial.

19.02.1948

In Zusammenarbeit mit dem Bauamt veranstaltet der Bezirksausschuss eine Ausstellungmit 23 Entwürfen zum Wiederaufbau von Ronsdorf als dem „Idyll in der Mulde“. Aus Kostengründen lässt sich dies aber nicht verwirklichen.

00.03.1948

Aus den Städtischen Werken Wuppertal und der Wuppertaler Bahnen AG werden durch Zusammenschluss die Wuppertaler Stadtwerke AG, in der die gesamte Energieversorgung und der Schienenverkehr zusammen gefasst werden., was auch für Ronsdorf von Bedeutung ist.

28.04.1948

Die Firma Johannes Rauner Nachf., Fabrik für Webereibedarf, besteht 50 Jahre.

01.05.1948

Die Werkzeugfabrik Gebrüder Hallenscheid besteht 100 Jahre.

29.05.1948

Konstituierung des Wiederaufbauringes Ronsdorf.

21.06.1948

Bis zum Tag der Währungsreform und Einführung der Deutschen Mark sind beim Sozialen Hilfswerk 226.268 Reichsmark eingegangen, von denen 199.581 Reichsmark an Notleidende ausgezahlt wurden. Der Kassenbestand wird im Verhältnis 10:1 abgewertet und auf die neue Währung umgestellt. Damit verbleibt ein Vermögen von 2.670 DM.

02.07.1948

Richtfest des Saalbaues, der späteren „Toro“ (Tonhalle Ronsdorf).

26.07.1948

Der „Wiederaufbauring Ronsdorf“ kann berichten, dass inzwischen 12.000 Kubikmeter Schutt beseitigt worden sind.

1948 Ehrendienst Rondorf Wiederaufbau

Der „Ehrendienst Ronsdorf“ (Wiederaufbauring) auf dem Marktplatz.

00.10.1948

Schwester Waltraud Berger, Diakonisse aus Kaiserswerth, kommt als Gemeindeschwester der beiden evangelischen Gemeinden nach Ronsdorf.

23.12.1948

Feierliche Einweihung der Ronsdorfer Tonhalle, kurz „TORO“ genannt, in der Krim. Angebote: Kinosaal, Kleinkunstbühne, Kabarett, Konzerte.

1948 Die Toro Halle Ronsdorf

Die „Toro“ Tonhalle Ronsdorf.

00.00.1948

Der Wiederaufbau der Staudengärtnerei Arends ist so weit gediehen, dass die gesamte Fläche wieder genutzt werden kann.

00.00.1948

Von 1948 bis 1960 ist Karl Andrè Küster der katholischen Gemeinde.

00.00.1948

Erwerb der Konzession für die Hirsch-Apotheke durch Apotheker Otto Sabel.

00.00.1948

Inzwischen wächst auch in den Vereinen und Organisationen der Wunsch nach einem Mitteilungsblatt, um Informationen breiter streuen zu können.

00.00.1948

Erst nach der Währungsreform können an der katholischen Schule umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Ostwand wird verschiefert, der Schulhof neu eingezäunt und später mit einer Asphaltdecke versehen. Die Innenräume wurden renoviert.

00.00.1948

Im „Friedenshort“ können weitere 14 Bewohner in Haus 1 notdürftig aufgenommen werden. Für einen befriedigenden Wiederaufbau stehen aber weder Baumaterial noch Geld zur Verfügung.

00.00.1948

Wilhelm Schultze wird neuer Leiter der Ronsdorfer Verwaltungsstelle und übernimmt damit auch die Leitung des Kuratoriums des Sozialen Hilfswerkes.

00.00.1948

Gründung der Elektro-Firma Halbach durch Heinz Halbach als GmbH & Co.KG.

20.05.1949

Sprengung des ehemaligen Munitionsdepots auf Erbschlö.

22.05.1949

Max Berg absolviert mit seinem Pferdefuhrwerk die letzte Paketpostfahrt. Am 23.05.1949 übernehmen Kraftfahrzeuge die Pakettransporte zwischen Elberfeld und Ronsdorf. Die Briefpost wird mit der Eisenbahn oder Straßenbahn von Elberfeld nach Ronsdorf transportiert.

30..05.1949

Richtfest bei der wieder aufgebauten katholischen Kirche.

00.06..1949

Die Neuapostolische Gemeinde Wuppertal-Elberfeld richtet in Ronsdorf in der Wohnung eines Gemeindegliedes einen so genannten „Stützpunkt“ ein. Dort treffen sich die in Ronsdorf wohnenden fünf Gemeindeglieder, um ihre Lehre im Stadtteil zu verkündigen.

13.06.1949

Die Zwieback- und Brezelbäckerei Albert Stursberg an der Lüttringhauser Straße besteht 50 Jahre..

19.06.1949

Der „Wiederaufbauring Ronsdorf“ veranstaltet ein Volksfest, an dem sich alle Ronsdorfer Gesangs- und Sportvereine beteiligen.

01.07.1949

Die Ronsdorfer Ziegelwerke Hogarten & Co. KG bestehen 50 Jahre.

00.09.1949

Die Neuapostolische Gemeinde mietet in der Schule Deutscherrnstraße, der heutigen Elias-Eller-Straße, einen Raum, um dort ihre Gottesdienste abzuhalten. Vorerst finden die Gottesdienst nur sonntags statt. Der Chor wird aus Gemeindegliedern der Nachbargemeinden gebildet.

01.09.1949

Eröffnung der von Otto Sabel wieder aufgebauten Hirsch-Apotheke.

11.09.1949

Die Neuapostolische Gemeinde hält in dem angemieteten Schulraum ihren ersten Gottesdienst. Die Betreuung der Ronsdorfer Versammlung übernimmt der Priester Georg Eckstein.In der Folgezeit kann die Gemeinde einen für sie erfreulichen Zuwachs an Gemeindegliedern, teils durch Neueintritte, teils durch Zuzug aus anderen Städten, verzeichnen.

01.10.1949

Beginn des Wiederaufbaus der Schule Hammesberger Weg.

25.10.1949

Pastor Schoen, bis 1943 in der lutherischen Gemeinde Ronsdorf tätig, verstirbt in Süchteln. Er wird auf dem lutherischen Friedhof in Ronsdorf beigesetzt.

12.11.1949

Einweihung des in Zusammenarbeit von Verein für Innere Mission, lutherischer Kirchengemeinde und CVJM wieder aufgebauten Vereinshauses an der Bandwirkerstraße, das jetzt den Namen Dürselenhaus erhält. Es dient neben anderen Zwecken der lutherischen Gemeinde bis zum Wiederaufbau der Lutherkirche als Gottesdienststätte.. Der erste Gottesdienst findet am folgenden Tag statt.

00.00.1949

Die Ronsdorfer Eltern beantragen wegen des dringenden Bedarfsbei der Schulverwaltung einen Schulneubau im östlichen Teil Ronsdorfs.

00.00.1949

Paul Krukemeyer wird Leiter der Zweigstelle der Stadtsparkasse Wuppertal

00.00.1949

Beginn des dritten Bauabschnittes der Reinshagensiedlung