Ronsdorfer Geschichte von 1900 bis 1924:

Um 1900

In Ronsdorf sind rund 2.000 Bandstühle, beispielsweise in Hausbandwirkereien, eingesetzt. Dazu ein vergleichender Rückblick: 1854 = 393, 1873 = 1.206, 1893 = 1.600 Bandstühle. Wegen des steigenden Bedarfs an Elektrizität wird das Elektrizitätswerk erweitert. In Ronsdorf sind 248 Elektromotoren mit 273 PS in Betrieb. Die Tendenz ist steigend.

29.03.1900

Die steigende Schülerzahl der Rektoratschule erfordert dringend ein größeres Gebäude. Der Ronsdorfer Ehrenbürger Gustav Adolf Scheidt ist bereit, der Rektoratschule das nötige Schulgebäude zu schenken, wenn die Schule bis zur Untersekunda aufgestockt würde. Wegen der hohen Folgekosten wird dieses Angebot aber von den Stadtverordneten abgelehnt.

00.04.1900

Im Haus Blombachstraße 8 (Arrenberg) wird zunächst ein weiterer Raum für die Rektoratschule angemietet.

01.04.1900

Hammesberg und Konradswüste werden von der lutherischen Gemeinde Ronsdorf zur Kirchengemeinde Blombacherbach umgemeindet.

08.04.1900

Gründung des „Vereins der Elektromotorenbesitzer Ronsdorf“ als genossenschaftliche Selbsthilfeorganisation.

30.04.1900

Gemäß Ratsbeschluss werden folgende Straßennamen vergeben: Ernststraße, Luisenstraße.

15.05.1900

Genehmigung des Gebietsausschusses mit Lüttringhausen. Abgegeben werden: Voßholt, Kleinhülsberg, Eich. Hinzu kommen: Hütte, Graben, Mühle und einzelne Häuser am Grünenbaum und Blaffertsberg.

19.05.1900

Besuch des Regierungsschulrates und des Kreisschulinspektors in der katholischen Schule Blombacherbach. Die Herren stellen eine völlige Überfüllung der Schule fest und versprechen, die Genehmigung zum Halbtagsunterricht zu erwirken.

01.07.1900

Neue Festlegung der Grenzen zwischen Ronsdorf und Lüttringhausen bei Blaffertsberg und Hülsberg.

01.07.1900

Mit dem vollzogenen Gebietsaustausch kommt auch die bisherige Lüttringhauser Schule Graben nach Ronsdorf. Schulleiter ist zu diesem Zeitpunkt Herr Wittig.

21.09.1900

Die Stadtbeordneten beschließen den Bau eines Restaurants an der Ronsdorfer Talsperre durch den Baununternehmer Benscheidt.

08.11.1900

Pastor Roos, Pfarrer der reformierten Gemeinde, ist gestorben.

27.11.1900

Auflösung der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn Actiengesellschaft, die bis dahin noch als Betriebsverwaltung der Westdeutschen Eisenbahngesellschaft fortbestand.

04.12.1900

Von der Kreisschulinspektion wird eine genaue Beschreibung der evangelischen Volksschule Graben gegeben. Danach handelte es sich um eine zweiklassige Schule, bei der ein Klassenraum im Erdgeschoss und einer im Obergeschoss lag. Das Gebäude wurde aber auch noch von Mietern genutzt. Die Toilettenanlagen waren sehr knapp bemessen. Insgesamt war das Gesamtbild unbefriedigend und die Stadt Ronsdorf wurde aufgefordert, etwas zur Verbesserung zu tun.

28.12.1900

Anstellung des Sparkassenrendanten Friedrich Otto Müller.

00.00.1900

Nach amtlicher Statistik hat Ronsdorf 13.299 Einwohner.

00.00.1900

Wilhelm Arrenberg richtet in seinem neu erbauten Hans Blombachstraße 8 einen Versammlungsraum für die Freie Evangelische Gemeinde ein, der bis 1965 genutzt wird.

00.00.1900

Gründung des CVJM Mühle.

00.00.1900

Die Firma Carl Bocklenberg Söhne beginnt mit der Herstellung von Spiralbohrern und Reibahlen, was den Weltruf der Firma begründen sollte.

00.00.1900

Die elektrische Beleuchtung startet ihren Siegeszug. Es gibt in Ronsdorf 248 Elektromotoren mit 272 PS Leistung, aber auch 1.320 Glühbirnen. Schon 1908 werden 4.620 Glühbirnen gezählt. Wegen des steigenden Bedarfs wird das Elektrizitätswerk erweitert.

00.01.1901

Die Freie Evangelische Gemeinde Ronsdorf schließt sich dem Bund Freier Evangelischer Gemeinden in Deutschland an. Zu diesem Zeitpunkt hat die Gemeinde 23 Mitglieder. Der Chor der Gemeinde, „Gesangverein Zeuge“, zählt 37 Mitglieder.

08.02.1901

Hauptlehrer Schütz berichtet als Leiter der Volksbibliothek, dass der Bücherbestand inzwischen auf 475 Bände angewachsen ist. Da der Grundbestand im wesentlichen auf Jugendliche ausgerichtet war, sind die Neuerwerbungen mehr für Erwachsene gedacht.

11.03.1901

Beschluss zum Bau eines größeren Schulgebäudes für die höhere Stadtschule an der Scheidtstraße. Das Grundstück wurde für 9.500 Mark von Gustav Adolf Scheidt erworben,

13.05.1901

Vergabe der Bauarbeiten zur höheren Stadtschule an Bauunternehmer H. Ernst Lange.

01.07.1901

Die Stadt Ronsdorf plant, das bisher angemietete Schulgebäude Graben zu kaufen. Der Erwerb wird von der Regierung genehmigt.

04.07.1901

C. Ferd. vom Baur stiftet 10.000 Mark zur Anstellung einer zweiten Gemeinde-Krankenschwester.

29.07.1901

Die Regierung genehmigt den Aus- und Umbau der Schube Graben.

26.08.1901

Bei der Revision der katholischen Schule Blombacherbach wird festgestellt, dass eine Erweiterung dringend erforderlich ist.

01.09.1901

Erste Übung und Darstellung der Leistungsfähigkeit der „Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Ronsdorf“ auf dem städtischen Turnplatz.

16.09.1901

Einweihung der Lugenheilstätte im Saalscheid. Bauherr ist der Bergische Verein für Gemeinwohl

1901 Einweihung Lungenheilstätte

Die Lungenheilstätte im Saalscheid, heute Klinik Bergisch-Land.

04.10.1901

Gemäß Ratsbeschluss werden folgende Straßennamen vergeben: Kampstraße und Blaffertsberger Straße.

31.10.1901

Einweihung der neuen Rektoratschule Hochstraße (heute Scheidtstraße). Die Baukosten betragen 64.298,55 Mark.

191 Einweihung Schule Scheidstraße

Die Rektoratsschule an der heutigen Scheidtstraße.

14.11.1901

Gemäß Ratsbeschluss wird folgender Straßenname vergeben: Neustraße.

26.11.1901

Die Lungenheilstätte im Saalscheid wird mit 131 Betten in Betrieb genommen. Die Leitung des Hauses übernimmt Dr. von Mengeshausen.

00.00.1901

Durch den Neubau von fünf Arbeiterhäusern durch die Firma Schlieper & Baum steigt die Schülerzahl der Schule Laken auf 149 Kinder an.

00.00.1901

Abraham Paul Kirberg wird zum Pastor der reformierten Kirchengemeinde gewählt. Er ist dort bis 1933 tätig.

00.00.1901

Die einklassige katholische Schule Blombacherbach wird von 91 Kindern besucht.

00.00.1901

Bau des Talsperrenrestaurants

1091 Bau Talsperren Restaurant

Das Talsperren-Restaurant.

00.00.1901

Die Staudengärtnerei Arends & Pfeiffer wird in zwei Gärtnereien aufgeteilt. Georg Arends spezialisiert sich auf die Zucht von Primeln und Stauden.

00.00.1901

Ronsdorf hat 13.297 Einwohner.

10.04.1902

Gründung des „Gustav-Adolf-Jungfrauenvereins“ durch Pastor Isenbürger.

01.08.1902

Erwerb der Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn durch die Barmer Bergbahn AG. Antrag auf Erteilung einer Konzession zum Bau der Strecke Clarenbach – Schöne Aussicht in Remscheid. Verhandlungen mit der Bergischen Kleinbahnen AG über die gemeinsame Nutzung des Streckennetzes in Ronsdorf (Ringverkehr).

05.08.1902

Beschluss über den Anbau einer zweiten Klasse an die einklassige Schule Blombacherbach.

26.08.1902

Die erste „Elektrische“ fährt auf der Stadtstrecke von Lichtscheid nach Ronsdorf-Fachschule.

06.12.1902

Feier des 50-jährigen Bestehens der Rektoratschule.

24.12.1902

Eröffnung der elektrifizierten Strecke Clarenbach – Remscheid-Schöne Aussicht.

00.00.1902

Die Schule Linde wird von 127 Kindern besucht. Wegen der gesunkenen Schülerzahl wird sie wieder zweiklassig.

00.00.1902

Das zwischen dem lutherischen Pfarrhaus und dem Gemeindesaal gelegene Küsterhaus wird abgerissen und die entstandene Freifläche zur Vergrößerung des Gemeindesaales genutzt.

00.00.1902

Wegen Meinungsverschiedenheiten in biblischen Erkenntnisfragen trennen sich die beiden freikirchlichen Gruppen wieder. Erwähnt wird, dass sich die „Versammlung“ in den folgenden Jahren im Geschäftshaus Buscher in der Blombachstraße trifft.

01.01.1903

Als Nachfolger seines Vaters wird Franz Otto Müller Rendant der Städtischen Sparkasse.

02.01.1903

Nach Einbau des Gleisbogens an der Fachschule beginnt der Ringverkehr. Die Fahrt nach Ronsdorf führt über die Waldstrecke und die Rückfahrt nach Elberfeld und Barmen über die Stadtstrecke.

19.01.1903

Beschluss des Stadtrates zur Erweiterung des Rathauses um den An- und Aufbau von Seitenflügeln.

04.03.1903

Inbetriebnahme der elektrifizierten Straßenbahnstrecke Staatsbahnhof – Stadtbahnhof. Fertigstellung der Straßenbahnlinie Ronsdorf – Clarenbach.

13.04.1903

Letzte Fahrt einer Dampflok von Ronsdorf nach Müngsten.

1903 letzte Dampflok nach Müngsten

Das Ende des Dampflokverkehrs.

14.04.1903

Aufnahme des elektrischen Fahrbetriebes auf dem gesamten Straßenbahnnetz.

12.10.1903

Gemäß Ratsbeschluss wird folgender Straßenname vergeben: Böckelstraße.

00.00.1903

Abbruch des Friederichshammer

00.00.1903

Anstelle von Friedr. Wilh. Thoenes wird Gustav Lüngen Hauptlehrer derschule Bergstraße. Bis 1916 tätig.

00.00.1903

Gerrit de Haas (ab 1920 als Treuhänder des niederländischen Konzerns Draka bei Reinshagen eingesetzt, ab 1937 Geschäftsführer) bei Amsterdam geboren.

00.00.1903

Gründung der Bandfabrik Paul Wagner.

00.00.1903

Lehrer Breuer von der katholischen Schule ruft die „Ferienspiele“ ins Leben, wo Kinder in den Sommerferien betreut und beschäftigt werden. Die Teilnahme ist freiwillig. Austragungsort sind Turnplatz und Turnhalle an der Scheidtstraße. Die Kosten für die Verpflegung und Ausflüge werden aus den Zinsen der Scheidtstiftung gedeckt. Die Einrichtung erfreut sich großer Beliebtheit und besteht bis zur Geldentwertung nach dem Ersten Weltkrieg.

04.01.1904

Gründung der Bandfabrik Langensiepen & Müller.

14.01.1904

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, die Kleinkinderschule an der Kniprodestraße in die städtische Unterhaltung zu übernehmen.

25.02.1904

Die Erweiterung des Rathauses ist abgeschlossen. Gesamtkosten: 50.147,45 Mark. Erste Stadtverordnetensitzung im neuen Sitzungssaal.

01.03.1904

Nach Pensionierung von Hauptlehrer Lüngen wird Karl Hoffmann Lehrer der Schule Linde und bleibt bis 1925.

15.04.1904

Der Auftrag zur Erweiterung der katholischen Schule Blombacherbach wird dem Bauunternehmer H. Ernst Lange übertragen.

00.05.1904

Die Städtische Sparkasse, die bisher in Privaträumen des Rendanten betrieben wird, erhält eigene Geschäftsräume im Rathaus.

02.05.1904

Die zweite Klasse in der katholischen Schule Blombacherbach wird ihrer Bestimmung übergeben.

22.07.1904

Gemäß Ratsbeschluss wird folgender Straßenname vergeben: Freymannstraße.

03.08.1904

Gründung des „Vereins ehemaliger Textilfachschüler zu Ronsdorf“.

10.11.1904

Generalsuperintendent Umbeck weiht die neue evangelische Kapelle auf dem Lichtenplatz an der Oberen Lichtenplatzer Straße ein.

02.12.1904

Gemäß Ratsbeschluß werden folgende Straßennamen vergeben: Am Markt und Grünstraße.

19.12.1904

Eine Überprüfung ergibt, dass der Sparkassenrendant Müller ca. 90.000 Mark unterschlagen hat. Wie aber ausdrücklich erklärt wird, sind die Einlagen der Ronsdorfer Bürger nicht gefährdet.

00.00.1904

Bau der ersten massiven Gewächshäuser bei der Staudengärtnerei Georg Arends.

00.00.1904

Ausflugslokal Zillertal im Gelpetal errichtet.

1094 Bau Restaurant Zillertal

Das Ausflugslokal „Zillertal“.

00.00.1904

Gründung der Firma Bocklenberg & Motte in Barmen. Herstellungsprogramm: Schlösser und Beschläge für die Bau- und Möbelindustrie.

00.00.1904

Gründung der Bandfabrik Dausend & Wüster.

12.02.1905

Gründung des „Vereins zur Unterstützung bei Brandschäden“.

01.04.1905

Die Schülerzahl der Schule Laaken ist auf 168 Kinder angestiegen und macht die Einrichtung einer dritten Klasse erforderlich. Da in der Schule Laaken keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, wird die Klasse in einem leerstehenden Schulraum der katholischen Schule Eschensiepen untergebracht.

00.06.1905

Eine Gruppe fußballbegeisterter Ronsdorfer gründet im Lokal „Wolfs Ecke“ den ersten Fußballverein Ronsdorfs, den Ronsdorfer Sportclub 1905, der später in Turn- und Spiwlverein 05 Ronsdorf umbenannt wird.

20.06.1905

Sanitätsrat Dr. Flues, ärztlicher Leiter und Ausbilder der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz, stirbt.

06.07.1905

Die Rektoratschule wird der Königlichen Regierung unmittelbar unterstellt.

29.09.1905

Gemäß Ratsbeschluß werden folgende Straßennamen vergeben: Staubenthaler Höhe und Cronenberger Straße.

05.10.1905

100 Jahre Bandfabrik J.H. vom Baur Sohn.

00.00.1905

Nach amtlicher Statistik hat Ronsdorf 14.003 Einwohner.

00.00.1905

Carl Reinshagen scheidet aus der Firma aus. Die Leitung übernimmt sein Sohn Max. Zu diesem Zeitpunkt werden 30 Mitarbeiter beschäftigt.

00.00.1905

Die katholische Gemeinde hat 2.120 Gemeindeglieder

00.00.1905

Gründung des Ev.Posaunenchoresund des CVJM Mühle

19.02.1906

Gemäß Ronsdorfer Ratsbeschluss wird folgender Straßenname vergeben: Oststraße.

01.07.1906

Einrichtung einer dritten Klasse in der katholischen Schule Blombacherbach, da die Schülerzahl inzwischen auf 150 angestiegen ist. Für den Unterricht stehen aber nur zwei Lehrkräfte zur Verfügung.

02.08.1906

Stadtverordnetenbeschluß über die Anschaffung der ersten Schreibmaschine für die Ronsdorfer Stadtverwaltung.

24.10.1906

Die Wasserkraftwerksbesitzer am Ronsdorfer Bach verlangen eine Entschädigung für die Reinigung der Hammerteiche. Es soll nochmals mit der Regierung wegen der Genehmigung einer mechanischen Kläranlage verhandelt werden.

24.10.1906

Beschluss des Ronsdorfer Stadtrates zum Neubau einer vierklassigen katholischen Schule in der Friedrichstraße auf dem Grundstück von Gustav Benscheidt. Veranschlagte Kosten: 65.000 Mark.

10.12.1906

Die Stadtverordneten werden informiert, dass der städtischen Sparkasse Ronsdorf durch Unterschlagungen und leichtsinnige Hypothekengeschäfte erhebliche Schäden entstanden sind.

00.00.1906

Laut Adressbuch von Ronsdorf für 1906 gibt es im industriellen Bereich folgende Unternehmen. In der Textilindustrie und damit zusammen hängenden Gewerbezweigen 19 Bandfabriken, 2 Seidenwindereien, 7 Bandstuhlfabriken, 3 Spulmaschinen-Hersteller, 5 Färbereien in Seide, Wolle und Baumwolle, 1 Appreteur, 4 Kamm- und Rietmachereien. In der Eisenindustrie 23 Schlossereien und Schmiede, 4 Maschinenfabriken, 4 Werkzeugfabriken, 1 Eisengießerei, 2 Gelbgießereien.

00.00.1906

Gründung der Pyrotechnischen Fabrik Carl Lippold.

00.00.1906

Lehrer Hoffmann legt an der Schule Linde einen Schzulgarten an, was für die damalige Zeit eine Besonderheit war.

00.00.1906

Hauptlehrer Albert Böntgen tritt in den Ruhestand. Nachfolger wird Wilhelm Leonhard.

00.00.1906

Die „Versammlung“ bezieht ein eigenes Anwesen in der Staudenstraße 7, das aus einem Versammlungssaal und einem Wohnhaus besteht. Finanziert wird der Bau mit einem Darlehen eines Gemeindegliedes und mit Spenden von Gemeindegliedern und umliegenden „Versammlungen“.

18.02.1907

Gemäß Ratsbeschluss werden folgende Straßennamen vergeben: Kirchstraße, Im Eschensiepen.

19.02.1907

Gemäß Regierungsverfügung muß der Neubau der katholischen Schule zunächst zurückgestellt werden.

26.04.1907

Der Stadtrat beschließt die Einstellung einer dritten Lehrkraft für die katholische Schule Blombacherbach.

16.05.1907

Nachdem Unregelmäßigkeiten des bisherigen Rendanten Franz Otto Müller aufgedeckt wurden, wird Sparkassendirektor i.R. Neveling, zum neuen Leiter der Städtischen Sparkasse Ronsdorf bestellt.

12.06.1907

Beschluss zum Bau einer Kläranlage nach Vorschlägen von Regierungsbaumeister Dr. Ing. Imhoff zu Essen.

01.07.1907

Gründung des Vereins „Kinderheim e.V.“ mit dem Ziel, Kinder aufzunehmen und im christlichen Sinne zu erziehen. Erster Vorsitzender ist Fritz vom Baur. Als Mitglieder werden Frauen aus namhaften Ronsdorfer Familien genannt. Erstes Domizil des Vereins sind durch Frau Geheimrat Scheidt unentgeltlich zur Verfügung gestellte Räume im Hause Breite Straße 13.

12.07.1907

Eröffnung des städtischen Kinderheims.

25.07.1907

Die Stadtverordneten beschließen, die Schule Kratzkopfstraße um zwei Klassenräume auf sechs zu erweitern. Kosten: 8.493 Mark.

16.08.1907

Gemäß Ratsbeschluss wird folgender Straßenname vergeben: Grabenerstraße.

20.09.1907

Die Regierung genehmigt die Umwandlung der Schule Graben zu einer einklassigen Schule. Ein Teil der Kinder wird zur Schule Echoer Straße umgeschult.

00.10.1907

Johann Peter Hinsenkamp wird Pfarrer der katholischen Gemeinde und bleibt es bis 1918.

01.10.1907

Otto Schulten von der Schule Hammesberg wird pensioniert. Nachfolger als Hauptlehrer wird Emil Wittig. und amtiert bis 1930.

01.10.1907

Mit der Versetzung von Hauptlehrer Wittig zur evangelischen Schule Blombacherbach ist die Schule Graben zeitweise ohne Lehrer. Ab 01.11.1907 wird Lehrer Roth aus Blombacherbach sein Nachfolger.

15.10.1907

August Teschenmacher und seine Ehefrau stiften der reformierten Kirchengemeinde 10.000 Mark zum Bau einer Friedhofskapelle.

18.10.1907

Die zeitweilig dreiklassige Schule Hammesberg wird auf zwei Klassen reduziert.

18.11.1907

Gemäß Ratsbeschluss wird folgender Straßenname vergeben: Gartenstraße.

00.12.1907

Der Erweiterungsbau der Schule Kratzkopfstraße ist fertig gestellt.

00.00.1907

Gründung der Wäscherei Wortmann.

00.00.1907

Die Schülerzahl der Schule Linde ist wieder auf 140 Kinder angestiegen.Ab 1908 wird daher erneut eine dritte Klasse eröffnet. Dritter Lehrer wird August Beecl.

00.00.1907

Übereignung des Schulgrundstückes Barmer Straße an die Stadt. Als Gegenleistung errichtet die Stadt die Mauer und den Treppenaufgang an der Kirche.

00.00.1907

Die Firma Reinshagen beantragt die Eintragung ins Lieferantenverzeichnis der deutschen Reichspost.

00.00.1907

Hugo Paur, Leiter der Bandwirkerfachschule, wird an die Preußische höhere Fachschule für Textilindustrie in Barmen berufen. Die Schulleitung wird vertretungsweise Lehrer Ernst Rutekolk übertragen.

00.00.1907

In Ronsdorf gibt es 92 Vereine, von denen einige den Ratskeller als Vereinslokal bezeichnen, so der MGV „Union“, der Turnerbund und militärische Vereine.

01.01.1908

Ernst Rutenkolk wird zum Direktor der Bandwirkerfachschule gewählt und amtiert bis 1931

09.02.1908

Rektor Schütz von der evangelischen Schule Kratzkopfstraße ist verstorben. Als Nachfolger wird Wilhelm Leonhard als Rektor berufen und amtiert bis 1928.

06.03.1908

Gemäß Ratsbeschluss wird folgender Straßenname vergeben: Lohsiepenstraße.

01.04.1908

An der Schule Laaken wird mit dem Bau des dritten Klassenraumes begonnen.

01.04.1908

Die katholische Schule Blombacherbach hat jetzt einen dritten Lehrer und damit eine echte dritte Klasse.

01.05.1908

Der von der Schule Laaken in der katholischen Schule Eschensiepen genutzte Raum wird gekündigt, da die Schule Eigenbedarf hat.

15.06.1908

Beschluss zum Bau einer Bürgersteiganlage und einer Mauer an der reformierten Kirche.

10.07.1908

Beschluss zur Neugestaltung des Marktplatzes.

02.10.1908

Ronsdorfs Ehrenbürger Gustav Adolf Scheidt verstorben.

08.11.1908

August Mock, Hauptlehrer der katholischen Schule, verstorben.

20.12.1908

Neue Orgel für die evangelisch-reformierte Kirche an der Elias-Eller-Straße von der bekannten Orgelbaufirma Wilhelm Sauer in Frankfurt/Oder.

00.00.1908

Die freie evangelische Gemeinde zählt inzwischen 40 Mitglieder. Im gleichen Jahr wird in der Gemeinde ein Jünglingsverein gegründet.

00.00.1908

Gründung der Firma Hermann Bremer, Werkzeugfabrik

00.00.1908

Verkauf der Lungenheilstätte an die Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz für 755.000 Mark.

00.00.1908

Durch Stiftung von Frau Lindenschmidt kann der Schulhof der Schule Barmer Straße erweitert werden.

00.00.1908

Gründung des Vereins Ronsdorfer Kutscher und Fuhrleute.

00.00.1908

Anläßlich einer Hochzeit bildet sich spontan ein Chor, aus dem dann der Männerchor der „Versammlung“ entsteht.

00.00.1908

Rektor Robach wird Leiter der Schule Holthauser Straße. und amtiert bis 1935.

00.00.1908

Gründung des „Gardevereins“.

00.00.1908

Die evangelische Kirche erhält eine neue Orgel.

1909 Einweihung Orgel

Das Programm zum Einweihungskonzert der neuen Orgel.

19.02.1909

Zwischen der Stadt Ronsdorf und der katholischen Kirchengemeinde wird ein Abkommen über die Regulierung der Remscheider Straße und des Bürgersteiges geschlossen.

19.02.1909

Wegen langwieriger Verhandlungen zwischen Stadt und katholischer Kirchengemeinde kann erst jetzt mit dem Bau der neuen Schule in der Friedrichstrasse begonnen werden.

03.03.1909

Beschluss zum Ausbau der Schule Holthauser Straße um drei Klassen auf sechs Klassen. Baukosten: 13.650 Mark.

18.06.1909

Die Stadtverordneten beschliessen einen umfangreichen Um- und Erweiterungsbau des Gaswerkesmit einer Su,mme von 75.000 Mark. Die Arbeiten werden von der Kölnischen Maschinenbau AG in Köln – Bayenthal ausgeführt.

01.07.1909

Franz Melchers wird Hauptlehrer der katholischen Schule und bleibt es bis 1919.

14.07.1909

Gemäß Ratsbeschluss werden folgende Straßennamen vergeben: Am Kamp und Parkstraße.

14.10.1909

Lehrer Hoffmann beantragt, seiner Frau Räume in der Schule Linde für Näh- und Gesangsstunden für Frauen und Mädchen zur Verfügung zu stellen.

17.10.1909

Grundsteinlegung zur neuen katholischen Kirche.

25.10.1909

Gemäß Ratsbeschluß wird eine Straße neu benannt: Emilienstraße.

00.00.1909

Der dritte Klassenraum der Schule Laaken ist fertiggestellt.

00.00.1909

Die beiden Textilarbeiterverbände erzwingen erzwingen mit einem Streik zwischen dem 9.10. und 22.11, an dem 364 Arbeiter aus 17 Betrieben teilnehmen, den Abschluss eines Gesellenlohnvertrages.

00.00.1909

Die Kosten für die Planierung und Neugestaltung des Marktplatzes belaufen sich auf 9.000.- Mark und für die Errichtung der Mauer und der Bürgersteiganlage an der reformierten Kirche auf 17.000.- Mark.

00.00.1909

Verlegung der Firma Bocklenberg & Motte von Barmen nach Ronsdorf. Ergänzung des Fertigungsprogrammes auf Schlösser und Beschläge für die Automobilindustrie.

1909 Firma Bocklenberg nach Ronsdorf

Fabrikneubau der Firma Bocklenberg & Motte.
An der früheren Ernststraße, heute Schöne Aussicht.

00.00.1909

Aufstellung einer größeren Dampfmaschine bei der Firma Carl Bocklenberg Söhne, nachdem schon 1906 das Fabrikgebäude bis an die Straße In der Krim erweitert worden war.

00.00.1909

Die elektrischen Freileitungen werden weitgehend durch Kabel ersetzt, um den Stromverlust zu beschränken.

24.01.1910

Der Neubau der katholischen (Volks-) Schule an der Friedrichstraße (heute Lilienstraße) ist fertig gestellt und wird feierlich seiner Bestimmung übergeben. Die Schule hat am 01.05.1910 258 Schüler. Der Einzugsbereich wird fest gelegt. Neben dem Stadtgebiet gehören zum Schulbezirk die Ortschaften und Höfe Baur, Beek, Blombach, Boxberg, Delle, Dorn, Erbschloe, FriedrichshöheHöhe, Holthausen, Huckenbach, Hülsberg, Käshammer, Kottsiepen, Linde, Lungenheilstätte, Monschau, Mühle, Schmalenhof, Schmittenberg, Sporkert, Talsperre, Wolfskuhle.Später Sonderschule und Unterkunft für Asylbewerber. Abriß 1998.

1910 Einweihung Schule Lilienstraße

Die katholische Schule Lilienstraße.

01.02.1910

Inbetriebnahme der Kläranlage. Nach Endabrechnung betragen die Baukosten 103.000 Mark.

15.02.1910

Bei der Pyrotechnischen Fabrik Carl Lippold kommt es vermutlich durch Kurzschluß zu einem Brand und einer anschließenden Explosion, bei der eine Arbeiterin so stark verletzt wird, dass sie verstirbt.

14.04.1910

Gemäß Ratsbeschluss werden folgende Straßennamen vergeben: Worringer Straße und Graf-Adolf-Straße.

23.04.1910

Durch Regierungsbeschluss wird Hermann Weyer von der katholischen Schule Blombacherbach zum Hauptlehrer des Ronsdorfer Schulverbandes ernannt.

23.04.1910

Lehrer Karl Hoffmann wird zum Hauptlehrer der Schule Linde ernannt.

30.04.1910

Die „Ronsdorfer Bank“ stellt ihre Zahlungen ein.

01.05.1910

Lehrer Stein von der Schule Laaken tritt in den Ruhestand. Nachfolger wird Max Wolters und amtiert bis 1912.

20.05.1910

Gemäß Beschluss der Aktionäre wird mit diesem Tag die „Ronsdorfer Bank“ aufgelöst.

00.08.1910

Gründung des Turnvereins „Frisch Auf“ Jägerhaus.

26.09.1910

Dem Rechenschaftsbericht der Volksbücherei Ronsdorf für das Jahr 1909/10 ist folgendes zu entnehmen: Die Leitung der Bibliothek hat inzwischen Hauptlehrer Schmale übernommen. Der Buchbestand ist auf 1.365 Bände angewachsen. Für Anschaffungen stehen 500 Markl (200 Mark Stadt, 300 Mark Staat) zur Verfügung. Ausgeliehen wurden ca. 3.600 Bände. Die Benutzung ist unentgeltlich.

01.10.1910

Die neu geschaffenen Klassenräume der Schule Holthauser Straße werden in Nutzung genommen.

15.11.1910

Feierliche Einweihung der erweiterten bzw. neu erbauten katholischen Kirche.

1910 Einweihung kathol. Kirche

Die katholische Kirche.

11.12.1910

Die neu erbaute Friedhofskapelle auf dem reformierten Friedhof wird benutzt.

00.00.1910

Ronsdorf hat ca. 15.000 Einwohner.

00.00.1910

Die Firma Bocklenberg & Motte gründet in Buenos Aires ein Zweigunternehmen.

00.00.1910

Der Exportanteil der Firma Reinshagen beträgt ca. 35 Prozent, womit die Firma internationale Bedeutung gewinnt.

00.00.1910

Eine Wanderhaushaltsschule des Kreises Lennep führt auch in Ronsdorf in regelmäßigen Abständen Kurse durch..

00.00.1910

Pfarrer Isenbürger gründet einen lutherischen CVJM.

00.00.1910

Erweiterung des Postgebäudes, vor allem für den Paketdienst.

00.00.1910

Die Kesselanlage des Elektrizitätswerkes wird umgebaut und verbessert.

00.00.1910

Wegen ständig wiederkehrender Hochwasserschäden durch den Ronsdorfer Bach wird damit begonnen, diesen zu vertiefen, begradigen und auszumauern.

00.00.1910

Der Bergische Turnverein Ronsdorf-Graben richtet im Großen Holz das erste „Grabener Waldfest“ aus, nachdem 1909 die Idee geboren wurde, ein Fest zu feiern.

00.00.1910

Rektor Lüngen meldet zwei Kinder, die für einen Unterricht in einer Hilfsschule infrage kämen.

00.00.1910

Die Schülerzahl der Rektoratschule ist von 22 im Jahre 1894 auf 166 im Jahre 1910 angestiegen.

00.00.1910

Erste Versuche in der Bandwirkerei mit einem neuen Material, Kunstseide oder Glanzstoff genannt.

00.00.1910

Errichtung des Jahn-Denkmals an der Turnhalle Scheidtstraße. Deutsche Turnerschaft 1860 erhält die Goldene Medaille der Stadt Ronsdorf.

00.00.1910

Bis 1914 studiert der spätere Sprachphilosoph, Wissenschaftstheoretiker und Logiker Rudolf Carnap in Jena Mathematik, Physik und Philosophie.

00.00.1910

Eröffnung der Zweigstelle der Bergisch-Märkischen Bank

06.01.1911

Lehrer Lambach erklärt sich bereit, lernschwache Kinder neben seiner Tätigkeit als Volksschullehrer in einem Raum der Fachschule zu unterrichten. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt dieses Angebot dankend an.

02.03.1911

Nachdem die Rektoratschule am 15.10.1909 eine Schulordnung erhalten hat, in der alle Ordnungsfragen geregelt sind, wird jetzt eine Satzung in Kraft gesetzt, die die Fragen der Schulleitung und dees Kuratoriums regelt.

07.03.1911

Der Schulverein bittet darum, die Schule Graben wieder in eine zweiklassige umzuwandeln, was aber nicht genehmigt wird.

03.07.1911

Vertrag über den Anschluss des Ronsdorfer Elektrizitätswerkes an das Gemeinschaftswerk Hattingen, der am 21.8.1911 genehmigt wird.

04.07.1911

Konsekration der neuen katholischen Kirche durch den Kölner Weihbischof Dr. Müller.

10.07.1911

Gemäß Ratsbeschluss wird folgender Straßenname vergeben: Schulstra0e

25.07.1911

Die Stadtverordneten beschließen, die bisherige Dienstwohnung des Bürgermeisters im Rathaus in Diensträume umzuwandeln.

01.08.1911

Wilhelm Steckelings wird Lehrer der katholischen Schule Blombacherbach.

00.09.1911

Die Schule Kratzkopfstraße erhält eine Sammelheizung.

07.09.1911

Die Stadt Ronsdorf kauft von Frau Emma Kern ein Grundstück in der Gemarkung Ronsdorf, Flur 1, Flurstück 534/64 (Hammesberg/Hammesberger Weg) zum Bau einer Schule.

13.10.1911

Die Hammerwerksbesitzer unterhalb der Talsperre fühlen sich durch das Anstauen des Wassers benachteiligt. Nach langen Verhandlungen wird ihnen eine einmalige Entschädigung zugesprochen.

02.11.1911

Die Regierung in Düsseldorf erlässt eine Verfügung, die die Aufnahme von Kindern in die Hilfsschule regelt.

00.00.1911

Gründung des Arbeiter – Schwimmvereins

00.00.1911

Zur Verbesserung der ärztlichen Diagnose erhält die Lungenheilstätte einen Röntgenapparat

00.00.1911

Das Ronsdorfer Krankenhaus erhält eine elektrische Beleuchtung und wird auch sonst umfangreich verbessert.

00.00.1811

Die Staudengärtnerei Arends kann auf Holthausen ein 20 Morgen großes Grundstück erwerben, wo Rhodendren, Farne und Waldstauden gezüchtet werden.

00.00.1911

Gründung des „Ronsdorfer Schachvereins“

16.03.1912

Die katholische Schule Blombacherbach wird von 143 Kindern besucht.

19.07.1912

Beschluss zum Bau einer neuen dreiklassigen evangelischen Schule in Blombacherbach. Baukosten: 75.500 Mark.

28.10.1912

Beschluss zur Kanalisation des Mühlenweges, der Färberstraße, eines Teils der Lüttringhauser Straße, der Zanderhöfer Straße und der Wiesenstraße. Nach dem Ersten Weltkrieg werden Mittelstraße, ein Teil der Barmer Straße und andere Straßen kanalisiert.

00.00.1912

Die Schülerzahl der Schule Laaken ist seit 1905 auf 123 Schüler zurück gegangen. Damit bleibt die Hauptlehrerstelle nach Fortgang von Lehrer Wolters zunächst unbesetzt. Lehrer Karp wird als stellvertretender Schulleiter mit der Leitung betraut und bleibt bis 1919..

00.00.1912

Auf Kreisebene geführte Verhandlungen über die Einführung der Schulpflicht in der gewerblichen Fortbildungsschule bleiben zunächst ohne Ergebnis.

00.00.1912

Ab Schuljahr 1911/12 wird ein Lehrer Wolters als Leiter der Schule Laaken genannt.

00.00.1912

Gründung des Haus- und Grundbesitzervereins Ronsdorf.

00.00.1912

Gründung der Gesangsabteilung des BTV Ronsdorf-Graben.

06.03.1913

Aufgrund eines Erlasses des Ministers für Handel und Gewerbe vom 22.02.1912 wird an der Bandwirkerfachschule eine Mädchenabteilung für Wäsche- und Kleidernähen eingerichtet.

18.03.1913

Hauptlehrer Hoffmann von der Schule Linde beantragt, ihm die Haltung eines „steuerfreien“ Hundes zur Bewachung der Schule zu gestatten, da Handwerksburschen in die Schule eingestiegen waren und dort übernachtet hatten.

21.04.1913

Vergabe der Maurer- und Zimmerarbeiten für die evangelische Schule Blombacherbach an die Firma Hecker & Lang für 28.105 Mark.

22.07.1913

Von Heinrich Michel wird zum Bau eines Feierabend- und Schwesternheimes für alleinstehende alte oder behinderte Menschen ein Grundstück in Ronsdorf angeboten. Auf Einladung von Ernst Brockhaus sen. und Ernst Overhoff treffen sich 10 Brüder der Brüdergemeinschaften in Ronsdorf zur Besichtigung. Da die Lage nach den damaligen Vorstellungen (fern der Stadt und umgeben von Wald und Feld) allen als ideal erscheint, wird der Ankauf beschlossen. Die Anwesenden gründen einen Baufond, für den sie 61.000 Goldmark zeichnen.

00.08.1913

Gründung des Vereins „Christliches Feierabend- und Schwesternheim Friedenshort e.V.“ durch Mitglieder der Brüdergemeinden. Zweck des Vereins ist, „freien Schwestern“, die keinem Mutterhaus angeschlossen sind, sowie alten, alleinstehenden Menschen eine Heimat zu geben. 60 Mitglieder treten bei und unterstützen ihn mit großzügigen Stiftungen. Vorsitzender wird Rudolf Freudewald aus Barmen. Er amtiert bis 1924.

01.08.1913

Die Schule Laaken ist wieder auf zwei Klassen reduziert. Leiter der Schule ist Lehrer Karp, der bis 1919 amtiert.

05.09.1913

Beschluss zum Ausbau der Färberstraße.

13.09.1913

Da eine Ausdehnung der Firma Reinshagen am Standort in Barmen nicht mehr möglich ist, beschließt man die Rückkehr nach Ronsdorf. Es wird ein Grundstück in der Dickestraße in der Nähe des Bahnhofes erworben. Die Behörde erteilt die erforderliche Baugenehmigung.

25.09.1913

Bei der städtischen Sparkasse wird der Scheck- und Überweisungsverkehr eingeführt.

11.11.1913

C. Ferdinand vom Baur stiftet je 10.000 Mark für das Krankenhaus und die reformierte Kirchengemeinde.

00.12.1913

Fertigstellung der neuen evangelischen Schule Hammesberger Weg. Wahrscheinlich wird zu diesem Zeitpunkt die alte Schule geschlossen.

1913 Eröffnung Schule Blombacher Bach

Die Ev. Schule Blombacherbach / Hammesberger Weg.

15.12.1913

Hauptlehrer Hermann Weyer von der katholischen Schule Blombacherbach wird wegen sittlicher Verfehlungen mit Knaben verhaftet.

00.00.1913

Die eigene Stromerzeugung des Ronsdeorfer Elektrizitätswerkes wird eingestellt.

Künftig liefert das Gemeinschaftskraftwerk Hattingen Drehstrom, der in Ronsdorf auf Gleichstrom umgeformt wird.

00.00.1913

In Ronsdorf wird mit dem Bau der allgemeinen Kanalisation begonnen.

00.00.1913

Abbruch des Tippelskotten

00.00.1913

Lehrer Wunderlich richtet in der Schule Echoer Straße einen Heilkursus für sprachbehinderte Kinder ein. Dieser Nachhilfeunterricht muss nach Kriegsausbruch wegen Lehrermangel eingestellt werden.

03.01.1914

Einweihung der dreiklassigen evangelischen Schule Hammesberger Weg. Schulleiter wird Hauptlehrer Emil Wittig, bis dahin Lehrer an der Schule Graben. Er bleibt bis 1930.

00.03.1914

Baubeginn des „Friedenshort“ nach Plänen des Baumeisters Siebold von der Anstalt Bethel.

01.05.1914

Zu diesem Stichtag beträgt die Schülerzahl sämtlicher Volksschulen in Ronsdorf in 40 Klassen 2.215. Der Klassendurchschnitt beträgt damit 55,4 Kinder.

17.05.1914

Carl Reinshagen, Gründer der gleichnamigen Kabelfabrik, ist gestorben.

17.07.1914

Die Stadtverordneten beschließen die Trennung von Krankenhaus und Altenheim.

01.08.1914

Der Stadtverordnete Reinhard von Hagen verliest auf dem Marktplatz den allgemeinen Mobilmachungsbefehl. Der Erste Weltkrieg hat begonnen.

03.08.1914

Die Stadtverordnetenversammlung tritt zusammen und berät über die durch die Mobilmachung notwendig gewordenen örtlichen Hilfsmaßnahmen.

08.09.1914

Die Heeresverwaltung regt für junge Männer eine vormilitärische Ausbildung in so genannten Jugendkompanien an. Dem Aufruf folgen 157 junge Leute, die zur „Ronsdorfer Kompagnie des Jungdeutschlandbundes“ zusammengeschlossen werden. Führer der Kompagnie wird Lehrer Breuer, später der Stadtverordnete Reinhard von Hagen.

11.10.1914

Oberarzt Dr. Bredow übernimmt die Leitung der Lungenheilstätte im Saalscheid.

00.00.1914

Da Lehrer Roth von der Grabener Schule zum Kriegsdienst eingezogen wird und kein neuer Lehrer da ist, erfolgt die Betreuung von der Schule Echoer Straße aus.

00.00.1914

Bis Sommer 1914 haben etwa 300 Schüler den Werkführerkursus und 375 Schüler den Meisterkursus der Bandwirkerfachschule besucht.

00.00.1914

Im neuen Gebäude der Firma Reinshagen in Ronsdorf wird mit ca. 80 Mitarbeitern die Produktion aufgenommen.

00.00.1914

Die Staudengärtnerei Arends bewirtschaftet 12 Hektar und beschäftigt 75 Mitarbeiter.

00.00.1914

Die ersten Kriegserfolge führen auch in Ronsdorf zu einer Euphorie, die sich im Siegesläuten der Kirchenglocken und in Siegesfeiern nieder schlägt.

00.00.1914

Bedingt durch den Krieg stellt der Männerchor der „Versammlung“ seine Tätigkeit ein.

00.00.1914

Die vom „Verein ehemaliger Textilfachschüler Ronsdorf“ geplante „Historische Bandindustrie-Ausstellung“ kommt wegen Kriegsausbruch nicht zustande.

04.01.1915

Hauptlehrer Neuhaus von der Schule Echoer Straße beantragt die Zusammenlegung seiner Schule und der Schule Graben bis zum Ende des Krieges, um Engpässe in der Lehrerversorgung besser in den Griff zu bekommen.

00.02.1915

Nachdem es in den ersten Monaten des Krieges keine Versorgungsengpässe gab, wird jetzt das Brot rationiert und eine Brotkarte eingeführt. In der Folgezeit wird auch eine Bewirtschaftung aller anderen Lebensmittel eingeführt.

13.04.1915

Wegen der schwierigen Kohlenbeschaffung beschließt der Stadtrat den Bezug von Ferngasd von der Firma Thyssen und Einstellung der eigenen Gaserzeugung.

26.07.1915

Die „Ronsdorfer Kompagnie“ wird in „Jugendkompagnie 519“ umbenannt. In den ganzen Kriegsjahren wird eine regelmäßige vormilitärische Ausbildung betrieben.

00.08.1915

Abbruch des alten Gemeindehauses der lutherischen Gemeinde.

03.12.1915

Die ersten beiden Häuser des „Friedenshort“ sind fertig gestellt.. Es sind einzeln stehende Gebäude, die durch einen Speisesaal verbunden sind. Ein großer Garten ist zur sinnvollen Beschäftigung der Heimbewohner gedacht. Die Heimleitung übernehmen die Schwestern Emmy Brockhaus und Amanda Hohage.

1915 Altenheim Friedenshort

Das Altenheim „Friedenshort“.

12.12.1915

Robert Schmidt übernimmt die Leitung der katholischen Schule Blombacherbach bis 1916.

00.00.1915

Als Rektor Robach zum Kriegsdienst eingezogen wird, übern immt Lehrer Dannenberg die Leitung der Schule Holthauser Straße.

00.00.1915

Luise Hahn wird Leiterin der Kleinkinderscxhule.

06.04.1916

20 französische und belgische Kriegsgefangene werden in Ronsdorf für verschiedene Arbeiten eingesetzt. Sie sind im Saal des Rheinischen Hofes untergebracht.

15.04.1916

Der immer größer werdende Mangel an Kartoffeln führt zur Einführung einer Kartoffelkarte.

00.08.1916

Inbetriebnahme des neuen lutherischen Gemeindehauses neben der lutherischen Kirche. Es wurde 1943 beim Luftangriff zerstört.

1916 Eröffnung Luth. Gemeindehaus

Das Lutherisches Gemeindehaus.

00.08.1916

Textilien und Schuhe werden bewirtschaftet.

24.09.1916

Über Ronsdorf werden feindliche Flugzeuge gesichtet, die einen Angriff auf Essen fliegen.

00.12.1916

Wegen des großen Kohlenmangels müssen die Schulen zeitweise geschlossen werden.

28.12.1916

Mit Regierungsverfügung wird Otto Reiners, Lehrer an der katholischen Schule Blombacherbach, zum Hauptlehrer des Schulverbandes Ronsdorf ernannt und bleibt bis 1918.

00.00.1916

Paul Deffke wird Schulleiter der Schule Bergstraße. und bleibt es bis 1921.

00.00.1916

Trotz des Krieges kann die Firma Reinshagen fast mit voller Kraft weiter arbeiten, da vorwiegend Frauen beschäftigt werden. Die Mitarbeiterschaft setzt sich aus 120 Frauen und Männern zusammen. An die Stelle des Exportes, der durch den Krieg fortgefallen ist, sind Heeresaufträge getreten.

00.00.1916

Pyrotechnische Fabrik Moog zur Herstellung von Feuerwerkskörpern gegründet. Es werden ausschließlich pyrotechnische Artikel für Höhenfeuerwerke hergestellt.

00.00.1916

Nach amtlicher Statistik hat Ronsdorf 12.387 Einwohner.

23.01.1917

Gründung des „freiwilligen Hilfsausschusses“, später „Vaterländische Volksvereinigung Ronsdorf“ genannt.

28.02.1917

Der Verein „Kinderheim e.V.“ beschließt den Kauf eines eigenen Hauses, da die bisher genutzten Räume für die Aufnahme von durchschnittlich 20 Kindern nicht mehr ausreichen.

13.04.1917

Anordnung der Beschlagnahme von Bronze-Glocken.

13.05.1917

Pastor Isenbürger verlässt Ronsdorf

10.06.1917

Die beschlagnahmten großen Glocken der drei Ronsdorfer Kirchengemeinden läuten an diesem Tag zum letzten Mal. Sie werden am 11.06.1917 demontiert und für Kriegszwecke eingeschmolzen.

14.08.1917

Gegen die Beschlagnahme und Einschmelzung des Zwei-Kaiser-Denkmals auf dem Marktplatz kann sich die Ronsdorfer Stadtverordnetenversammlung erfolgreich wehren.

01.10.1917

Kohlen werden nur noch auf Bezugsschein abgegeben.

01.10.1917

Wahl von Robert Hermann Carl Schoen zum Pfarrer der lutherischen Gemeinde.

01.10.1917

Wegen der Gefahr von nächtlichen Luftangriffen wird die Verdunkelung der Stadt angeordnet.

00.00.1917

Die Schülerzahl der Schule Echoer Straße ist so stark angestiegen, dass die Schule auf sechs Klassen erweitert werden muss. Der bisherige Hauptlehrer Friedrich Neuhaus wird zum Rektor ernannt.

00.00.1917

Zur Abrundung des Geländes des Altenheimes Friedenshort wird ein angrenzendes Grundstück von ca. 2 Morgen hinzu gekauft. Man beabsichtigt, Garten- und Landwirtschaft einzurichten, um kostengünstig wirtschaften zu können.

06.02.1918

Verabschiedung von Pfarrer Hinsenkamp.

00.05.1918

Pfarrer Karl Christian Brabeck wird Pfarrer der katholischen Gemeinde Ronsdorf und amtiert bis 1934.

01.06.1918

Wilhelm Steckelings wird Schulleiter der katholischen Schule Blombacherbach und amtiert bis 1920.

28.10.1918

Die Ronsdorfer Stadtverordneten beantragen die Aufhebung der Schule Graben.

09.11.1918

Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates in Ronsdorf, der am 11.11.1918 seine Tätigkeit aufnimmt. Vorsitzender ist Stadtverordneter Peter Betzold. Gemeinsam mit Bürgermeister Staas versucht er in jeder Hinsicht die Ordnung aufrecht zu erhalten.

11.11.1918

Abschluss eines Waffenstillstandes mit den Alliierten und damit Ende des Ersten Weltkrieges, bei dem 412 Ronsdorfer ihr Leben gelassen haben.

18.11.1918

Aufforderung an die Mitglieder der Jugendkompagnie zur Ablieferung der Uniformen und Ausrüstungsgegenstände, womit die Kompagnie aufgelöst ist.

21.11.1918

Im Decken’schen Haus wird ein Militärbüro eingerichtet, wo alle Waffen abgeliefert werden müssen.

24.11.1918

Ronsdorf erlebt den Durchmarsch der aus dem Krieg zurück kehrenden Truppen, die freudig empfangen und, so gut es geht, versorgt werden. Die letzten Soldaten ziehen am 08.12.1918 ab, da Ronsdorf zur neutralen Zone gehört und bis zum 10.12.1918 von allen Truppen geräumt sein muss.

27.11.1918

Erste Stadtverordnetensitzung nach der staatlichen Umwälzung. Bürgermeister Staas teilt u.a. mit, dass die städtischen Gremien und die Verwaltung unter Aufsicht des Arbeiter- und Soldatenrates weiter arbeiten können.

01.12.1918

Mit diesem Tag tritt eine Verordnung in Kraft, wonach alle durch die Demobilisierung frei gewordenen Arbeitskräfte, soweit sie nicht mit Notstandsarbeiten beschäftigt sind, eine Arbeitslosenunterstützung erhalten.

08.12.1918

Da Ronsdorf zur neutralen Zone gehört, ziehen die letzten Truppen aus Ronsdorf ab.

23.12.1918

In Ronsdorf gibt es 1.240 Arbeitslose.

00.00.1918

Das Ende des Ersten Weltkrieges und die damit verbundene Niederlage zeichnet sich im Laufe des Jahres ab. Der Kaiser dankt ab und am 07.11.1918 wird die Republik ausgerufen.

00.00.1918

Auflösung des Arbeiter- und Soldatenrates und gleichzeitige Bildung eines Arbeiterrates, der bis zum 31.12.1919 im Amt bleibt.

00.00.1918

Die Stadt Düsseldorf informiert die Stadt Ronsdorf, dass sie einen Kursus für Hilfsschullehrer einrichtet, an dem auch Ronsdorfer Lehrer teilnehmen könnten. Die Ronsdorfer Lehrer Häcker und Gabel besuchen diesen Lehrgang.

00.00.1918

Die Firma Carl Reinshagen dehnt ihr Fabrikationsprogramm aus. Sie beschäftigt ca. 160 Arbeiter und Angestellte.

28.01.1919

Die Arbeitslosigkeit infolge der Kriegs- und Nachkriegswirren erreicht in Ronsdorf mit 1514 Arbeitslosen den Höchststand.

07.02.1919

Die Ronsdorfer Stadtverordnetenversammlung beschließt für die Lehrer der Ronsdorfer Schulen eine neue Gehaltsordnung, die von der Regierung genehmigt wird.

24.02.1919

Um die Trennung von Altenheim und Krankenhaus durchführen zu können, wird von der Stadt ein Gebäude an der damaligen Neustraße, heute: An der Blutfinke, zum Preis von 41.000 Mark angekauft und als Altenheim eingerichtet.

02.03.1919

Nach der Wahl zur Nationalversammlung und zum Preußischen Landtag wird auch die Stadtverordnetenversammlung neu gewählt. Stärkste Partei wird die USPD. Sie erhält 10 Sitze. Die Zahl der Stadtverordneten wird von 24 auf 30 erhöht. Peter Betzold wird erster sozialdemokratischer Beigeordneter.

22.05.1919

Die Aufhebung der Schule Graben wird genehmigt, die Schule geschlossen und das Gebäude an Walter Windgassen verkauft. Künftig besuchen die Kinder dieses Bezirkes die „Dörpfeldschule“ an der Echoer Straße.

01.09.1919

Lehrer Karp verlässt die Schule Laaken. Nachfolger wird Hermann Rebensburg.

01.10.1919

Durch Gesetz wird die Funktion der Ortsschulinspektoren aufgehoben.

01.10.1919

Hauptlehrer Melchers der katholischen Schule verlässt Ronsdorf und wird Rektor in Breyell.

18.10.1919

Eröffnung des Autohauses Burghoff.

24.10.1919

Gründung des Wandervereins Alpenrot. Vereinsheim ist die Wirtschaft Ernenputsch An der Blutfinke. Es handelt sich um den Vorläufer der Ronsdorfer Naturfreunde.

11.11.1919

Hauptlehrer Reiners von der katholischen Schule Blombacherbach verstorben

09.12.1919

Das Elektrizitätswerk wird von der Stadt Ronsdorf ab 01.04.1920 für 30 Jahre an die Stadt Barmen verpachtet. Dieser Vertrag wird mit der Gründung der Stadt Wuppertal am 01.08.1929 ungültig, als alle Energieerzeuger im neuen Stadtgebiet zu einem Versorgungsbetrieb, dem Vorläufer der Wuppertaler Stadtwerke, zusammen geschlossen werden.

15.12.1919

Wahl eines Ausschusses zur Prüfung der Frage, ob die Eingemeindung Ronsdorfs nach Barmen im Interesse der Stadt liege.

31.12.1919

Ronsdorf zählt 14.211 Einwohner.

00.00.1919

Die 1888 gegründete Bauschreinerei F.W. Schwager beginnt mit der Herstellung von Wring- und Waschmaschinen, die sie unter dem Namen „Schwagero“ vertreibt und womit sie weit über Ronsdorf hinaus bekannt wird.

00.00.1919

Der Personenverkehr nach Müngsten hat kaum noch Bedeutung. Bis 1938 werden nur noch sporadisch Personenzüge eingesetzt.

00.00.1919

Der §Verein Kinderheim e.V.“ kauft von der Westdeutschen Eisenbahngesellschaft Köln ein ehemaliges Wohnhaus für Bedienstete der Ronsdorf – Müngstener Eisenbahn in der Luisenstr. 31. als neues Domizil des Kinderheimes. Finanziert wird der Kauf und die spätere Unterhaltung durch Stiftungen und Spenden Ronsdorfer Geschäftsleute.

1919 Eröffnung Kinderheim Schenkstr.

Das Städtische Kinderheim an der Schenkstraße.

22.01.1920

Eröffnung der Volkshochschule.

23.02.1920

Lehrer Eugen Häcker wird von der Schuldeputation gebeten, einen geeigneten Schulsaal für die Einrichtung einer Hilfsschule zu suchen. Häcker schlägt einen Raum in der zentral gelegenen alten katholischen Schule vor.

27.02.1920

Ankauf des Hauses Lüttringhauser Straße 41 zum Preise von 50.000 Mark, durch die Stadt Ronsdorf zur Errichtung einer zweiten Apotheke.

12.03.1920

Lehrer August Ossemann von der katholischen Schule in Ronsdorf wird zum Hauptlehrer ernannt und gleichzeitig Schulleiter der katholischen Schule Blombacherbach.

13.03.1920

In einem Staatsstreich gelingt es dem Generallandschaftsdirektor Kapp, die Regierungsgewalt vorübergehend an sich zu reißen.

15.03.1920

Ausgelöst durch den Kapp-Putsch wird von den drei sozialistischen Parteien der Generalstreik ausgerufen. Mit Ausnahme der Lebensmittelversorgung, der Krankenpflege und der Energieversorgung werden sämtliche Betriebe stillgelegt. Die Ronsdorfer Zeitung wird unter Zensur der örtlichen Streikleitung gestellt.

17.-18.03.1920

Nachdem es in Barmen und Elberfeld zu Kämpfen zwischen Arbeitern und der Reichswehr gekommen ist, ziehen in der Nacht Reichswehrtruppen über Ronsdorf nach Remscheid, um sich dort zu verschanzen.

18.03.1920

Bewaffnete Arbeiter wenden sich gegen die Reichswehr-Truppen in Remscheid. Ronsdorf wird zum Heerlager, bleibt aber von den Kämpfen verschont. Vorsorglich wird im Restaurant „Kaisergarten“ und am „Rädchen“ ein Sanitätsdienst eingerichtet. Die Kampfleitung der „Arbeiterarmee“ schlägt in „Haus Koritius“ ihr Hauptquartier auf, um den Kampf um Remscheid gegen die Reichswehrtruppen zu koordinieren. Nach einer anderen Quelle ist die Gefechtsleitung im Ronsdorfer Rathaus. Von den Ronsdorfer Südhöhen wird Remscheid mit Geschützen beschossen. Paul Sauerbrey und Walter Paul fahren als Unterhändler nach Remscheid, um die friedliche Übergabe der Stadt und den Abzug der Truppen zu erreichen. Seitens der Sicherheitspolizei werden aber Bedingungen gestellt. Am Nachmittag gegen 17 Uhr beginnen die Arbeiter von den Ronsdorfer Höhen aus mit dem Beschuss des Remscheider Rathauses.

20.03.1920

Nachdem der Kampf um Remscheid beendet ist, fordert der Aktionsausschuss in einem Aufruf zur Abgabe aller Waffen auf.

01.04.1920

Verpachtung von Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerk an die Stadt Barmen, gemäß einem Beschluß vom 15.12.1919.

16.04.1920

Bewilligung der Mittel zur Instandsetzung des von Lehrer Häcker für die Hilfsschule vorgeschlagenen Raumes.

00.05.1920

An allen Schulen sind gemäß einer Verordnung Elternbeiräte zu wählen.

03.05.1920

Aufnahme des Unterrichtes in der neu geschaffenen Hilfsschule. Zunächst nehmen 12 Kinder teil.

07.05.1920

Beschluss über die Errichtung einer Pflichtfortbildungsschule.

01.07.1920

Durch den Ersten Weltkrieg (1914-18) musste die Firma Reinshagen über Jahre von der Substanz leben. Eine dringend erforderliche Modernisierung war aus finanziellen Gründen nicht möglich. So nahm man 1919 Kontakt mit dem größten holländischen Kabelhersteller, der Firma DRAKA auf, die als Teilhaber bei Reinshagen einstieg. Nun heißt die Firma „Carl Reinshagen, Telefonschnur, Kabel- und Gummiwerke KG. Persönlich haftende Gesellschafter sind Max und Carl-Reinshagen, Kommanditistin die Firma DRAKA.

03.07.1920

Beschluss zur Schaffung der ersten besoldeten Beigeordneten-Stelle.

25.07.1920

Lehrer Häcker legt die Prüfung als Hilfsschullehrer mit Erfolg ab.

00.08.1920

Wahl des ersten Elternbeirates für die Hilfsschule.

07.09.1920

Beschluss über die Errichtung eines städtischen Wohnungsamtes.

17.09.1920

Wiederwahl von Bürgermeister Staas.

17.09.1920

Wahl des Bürovorstehers Hans Slowinzky aus Bochum zum ersten besoldeten Beigeordneten der Stadt Ronsdorf.

26.09.1920

Einweihung von zwei neuen Stahlglocken für die lutherische Kirche.

01.10.1920

Lehrer Häcker wird endgültig in den Hilfsschuldienst eingewiesen.

00.11.1920

Unter Schulleiter Dr. Steckelings wird für die katholische Schule erstmals ein Elternbeirat gewählt.

00.00.1920

Die reformierte Gemeinde tritt dem „Reformierten Bund“ bei.

00.00.1920

Im ersten Weltkrieg hat die Staudengärtnerei Georg Arends starke Rückschläge erlitten, erlebt aber in den zwanziger Jahren einen kräftigen Aufschwung. Die Zuchterfolge, die Georg Arends erzielt, machen die Gärtnerei international bekannt.

00.00.1920

Der Buchbestand der Volksbibliothek ist auf 1.800 Bände angewachsen. 1.508 Bürger sind als Leser eingetragen. Ausgeliehen wurden 5.281 Bände. Leiter der Bibliothek ist inzwischen Hauptlehrer Paul Deffke. In den 1920er Jahren wird für den Bibliotheksleiter ein Jahresgehalt von 300 Mark angesetzt.

00.00.1920

Gründung der Firma Gebrüder Hilgeland.

00.00.1920

Dr. Wilhelm Steckelings wird Hauptlehrer der katholischen Schule und bleibt bis 1935. Ab Oktober 1921 amtiert er als Rektor.

12.02.1921

Die „Freie Schulgemeinde Ronsdorf“ unter Vorsitz von Max Wegmann beantragt die Einrichtung einer „freien“ Schule, in der die Ronsdorfer Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, zusammen gefasst werden sollen. Als Zahl werden 363 Kinder genannt.

09.03.1921

Der Stadtrat beschließt eine Verfassung für die Volkshochschule.

22.03.1921

Eine Umfrage der Ronsdorfer Schuldeputation in den Ronsdorfer Schulen ergibt, dass lediglich Lehrer Schrick bereit wäre, an einer „freien“ Schule zu unterrichten. Damit ist die Einrichtung einer solchen „religionslosen“ Schule zunächst nicht möglich.

01.04.1921

Neueröffnung der früheren freiwilligen Fortbildungsschule als Pflicht-Fortbildungsschule.

10.04.1921

In einer Volksversammlung im „Rheinischen Hof“ wird energisch Widerspruch gegen die Bezeichnung der gewünschten weltlichen Schule als „religionslose Schule“ erhoben. Die „Freie Schulgemeinde Ronsdorf“ setzt aber ihren massiven Druck fort.

12.04.1921

Beschluss über die Zuschüttung des historischen Marktteiches.

28.07.1921

Genehmigung durch den Regierungspräsidenten zur Errichtung einer zweiten Apotheke in der Lüttringhauser Straße 41.

00.00.1921

In der Schule „Bergstraße“ wird die „Freie Schule“, eine Schule für Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, unter Leitung von Hauptlehrer Dr. Deffke, untergebracht.

00.00.1921

Die Naturfreunde weihen das Ronsdorfer Haus „Die Hütte“ ein und betreiben es bis zum Verbot 1933.

1921 Die Hütte der Naturfreunde

Die „Hütte“ auf der Luhnsfelder Höhe, Haus der Ronsdorfer Naturfreunde.

00.00.1921

Die Firma Reinshagen nimmt einen mehrgeschossigen Neubau in Betrieb.

00.00.1921

Das Ausflugslokal „Wolfskuhle“ erhält einen Saalanbau.

1921 Saalbau an der Wolfskuhle

Die „Wolfskuhle“ mit dem Saalanbau.

00.00.1921

Für einen Teil der Kinder der Schule Blombacherbach wird wie in anderen Schulen die Schulspeisung (Quäkerspeise) eingeführt.

00.00.1921

Zusammenlegung der bveiden evangelischen Schulen Barmer Straße und Bergstraße. Der Schulleiter des neuen Systems wird Otto Schmale.

13.04.1922

Trotz Ablehnung durch die Regierung stellt die „Freie Schulgemeinde Ronsdorf“ erneut einen Antrag auf Einrichtung einer weltlichen Schule.

22.05.1922

Die Schülerzahl der Schule Laaken ist auf 50 gesunken. Die zweite Klasse wird daher aufgelöst.

23.07.1922

Eine Volksversammlung fordert jetzt anstatt der konfessionellen Schulen eine gesetzliche Regelung für eine weltliche Einheitsschule.

09.08.1922

Nachdem jetzt doch mehr Lehrer, vor allem von außerhalb, bereit sind, an einer „freien“ Schule tätig zu sein, beschließt die Schuldeputation die Einrichtung einer solchen Schule. Gemeldet sind 231 Kinder. Erforderlich sind fünf Lehrer. Als Gebäude ist die Schule Echoer Straße vorgesehen.

11.08.1922

Die „Freie Schulgemeinde Ronsdorf“ lehnt das Gebäude Echoer Straße als zu abseits gelegen ab und fordert die Einrichtung der „freien“ Schule im Gebäude der Schule Bergstraße. Auch die Eltern der Schule Echoer Straße wehren sich energisch gegen die Umwandlung.

12.08.1922

Der Apotheker Karl Heiser erhält die Konzession zur Einrichtung einer zweiten Apotheke in Ronsdorf an der Lüttringhauser Straße 41, die später Löwen-Apotheke genannt wird.

01.09.1922

Von den Ronsdorfer Lehrern ist inzwischen auch Dr. Paul Deffke bereit, an der „freien“ Schule zu unterrichten.

25.09.1922

Trotz der Proteste beschließt die Schuldeputation die Einrichtung der „freien“ Schule im Gebäude Echoer Straße. Der Unterricht soll am 16. Oktober beginnen. Lehrer Schrick wird zum stellvertretenden Schulleiter bestellt, lehnt jetzt aber die Aufnahme der Tätigkeit zunächst aus pädagogischen Gründen ab. Um Weiterungen zu entgehen, lässt er sich krankschreiben.

01.10.1922

Einführung der staatlichen Polizei in Ronsdorf.

09.10.1922

Ein erneuter Beschluss der Schuldeputation sieht jetzt vor, die „freie“ Schule im Schulgebäude Bergstraße unterzubringen. Der Einspruch der evangelischen Schulgemeinden wird mit der Begründung abgewiesen, dass es sich zunächst ohnehin um eine vorläufige Regelung bis April 1923 handelt.

16.10.1922

Die „freie“ Schule nimmt ihre Tätigkeit in der Bergstraße auf. Die Leitung übernimmt zunächst Dr. Paul Deffke.

06.12.1922

Nach gesundheitlicher Wiederherstellung ist Lehrer Schrick immer noch nicht zur Tätigkeit in der „freien“ Schule bereit. Er begründet dies damit, dass jetzt die sozialistischen Parteien ihre Mitglieder verpflichten, die Kinder vom Religionsunterricht abzumelden und damit die „freie“ Schule zu einer Parteiangelegenheit geworden sei, was er nicht mittragen könne. Er besteht darauf, eine freiwillig gegebene Zusage unter diesen Umständen zurück ziehen zu dürfen.

00.00.1922

Abbruch des Hordenbachhammer.

00.00.1922

Die Ronsdorfer Volksbibliothek kann die Bestände der Zentralbibliothek der freien Gewerkschaften übernehmen.

00.00.1922

Der Teich auf dem Marktplatz wird aus Sicherheitsgründen zugeschüttet.

00.00.1922

Aus der Schulküche der katholischen Schule wird an unterernährte oder sozial schlecht gestellte Kinder ein warmes Frühstück verabreicht. Die Mittel werden von amerikanischen Quäkern bereit gestellt.

00.00.1922

Der 27-jährige Kirchenmusiker Heinz Keller übernimmt das Dirigat beim Männerchor Union für die nächsten 52 Jahre.

00.00.1922

Spieler und Turner des Turn- und Spielvereins 1860 bauen an der Waldkampfbahn.

01.07.1923

Anlässlich des vom „Kartell für Sport und Körperpflege Ronsdorf“ veranstalteten Reichs-Arbeitersporttages wird der städtische Sportplatz an der Reinhagenstraße eingeweiht.

07.07.1923

Ein Kommando von 20 Franzosen dringt in Ronsdorf ein, um nach Schmuggelwaren zu fahnden und Haussuchungen vorzunehmen. Barmer Schutzpolizeibeamte nehmen die Franzosen fest und beschlagnahmen Munition und Waren.

13.07.1923

Strafexpedition für die Verhaftungen vom 07.0.71923: Französischer Überfall auf Ronsdorf.

01.09.1923

Die Schule Blombacherbach besteht 25 Jahre. Auf eine Feier wird wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage verzichtet.

O0.00.1923

Dr. Wilhelm Schmidt wird als Chefarzt des Ronsdorfer Krankenhauses berufen.

Um 1924

Als die ersten Stumm- und Tonfilme aufkommen, beginnen im Saal des Ratskellers in der ersten Etage die Ratskeller-Lichtspiele, eines der bekanntesten Kinos in Ronsdorf.

06.02.1924

Auf Antrag des Elternbeirates beschließt die Stadtverordnetenversammlung, der Schule Echoer Straße den Namen „Dörpfeldschule“ zu verleihen. Gleichzeitig beschließen die Stadtverordneten, den Weg zur alten Schule Dörpfeldstraße zu benennen.

31.03.1924

Bürgermeister Staas scheidet aus dem Amt.

03.04.1924

Da die Sammelschule einen Klassenraum zu wenig hat, beschließt die Schuldeputation, die ehemalige reformierte Schule Barmer Straße zu schließen und für die „Sammelschule“ zur Verfügung zu stellen, was aber von den Eltern der evangelischen Kinder verhindert wird.

03.05.1924

Durch gesunkene Schülerzahlen in der vereinigten evangelischen Schule und der damit verbundenen Veränderung in der Klasseneinteilung wird der Umzug der „freien“ Schule ins Gebäude Kratzkopfstraße erforderlich. Die „Freie Schulgemeinde Ronsdorf“ stimmt dem zu, wogegen die Eltern der Schule Kratzkopfstraße erheblichen Widerstand leisten und erreichen, dass die Schule nicht verlegt wird.

04.05.1924

Bei der Stadtverordnetenwahl wird die Zahl der Stadtverordneten auf 26 Mitglieder reduziert. Der Stadtrat setzt sich wie folgt zusammen: Vereinigte Bürgerliste (liberale) 11 Stadtverordnete, Deutschnationale Volkspartei 4 Stadtverordnete, Zentrum 2 Stadtverordnete, Kommunistische Partei 5 Stadtverordnete, Vereinigte Sozialdemokratische Partei 4 Stadtverordnete.

13.06.1924

Wahl von Richard Wagner aus Sterkrade zum Bürgermeister. Amtseinführung am 29.08.1924

28.+ 29.06.1924

Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Ronsdorf feiert ihr 25-jähriges Bestehen.

01.07.1924

Hauptlehrer Lambach der Schule Barmer Straße tritt in den Ruhestand. Ein Nachfolger wird nicht gewählt.

01.07.1924

Rektor Neuhaus wird pensioniert. Kommissarischer Schulleiter wird Ernst Hellmig.

23.09.1924

Die Schuldeputation beschließt, die „freie“ Schule aufzuheben. Die Kinder sollen auf die verschiedenen Schulbezirke verteilt werden. Der Beschluss wird jedoch zunächst nicht durchgeführt.

26.09.1924

Apotheker Fritz Kostka verstirbt. Seine Witwe behält die Konzession und betreibt die Apotheke mit approbierten Verwaltern weiter. Letzter Verwalter von 1936 bis 1941 ist Ludwig Arens.

28.10.1924

Der Stadtrat beschließt die Auflösung der „Sammelschule“.

00.00.1924

Im Saalbachtal werden Roodekotten und Manneshammer abgerissen.

00.00.1924

Der Verein ehemaliger Textilfachschüler veranstaltet anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Bandwirkerfachschule und des eigenen 20jährigen Bestehens eine historische Ausstellung, die Grundlage des späteren Ronsdorfer Heimatmuseums wird.

00.00.1924

Der Schulraum der Hilfsschule wird jetzt auch von katholischen Vereinen genutzt, was zu manchen Unzulänglichkeiten führt. Es wird ein Antrag auf Überlassung eines Schulraumes im Stadtzentrum gestellt.

00.00.1924

Lehrer Häcker und der Elternbeirat sprechen sich gegen eine Verlegung der Hilfsschule in das Gebäude der Volksschule III (Holthauser Straße) aus.

00.00.1924

Ab diesem Jahr veranstaltet die katholische Schule einmal jährlich einen Märchenabend. Besonders beeindruckend waren das 1928 aufgeführte Spiel „Hänsel und Gretel“ und „Schneewittchen“.

00.00.1924

Die Bandstühle im Maschinensaal der Bandwirkerfachschule werden von Transmissionsantrieb auf Einzelantrieb umgestellt.

00.00.1924

Die Volksbibliothek verfügt über 6.000 Bände. Sie ist montags von 19 bis 21 Uhr und samstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Zwölf nebenamtliche Mitarbeiter helfen bei der Ausleihe.

00.00.1924

Anstelle von Rudolf Freudewald wird Heinrich Michel zum Vorsitzenden des Vereins „Christliches Feierabend- und Schwesternheim „Friedenshort“ e.V. gewählt.

00.00.1924

Gründung der Metallwarenfabrik Wiedenhoff & Wirths.

00.00.1924

Die vom „Verein ehemaliger Textilfachschüler Ronsdorf“ für 1915 geplante Ausstellung kommt jetzt zustande. Sie wird der Ausgangspunkt des Ronsdorfer Heimatmuseums.