Ronsdorfer Geschichte von 1700 bis 1724

Um 1700

Der spätere Ortskern von Ronsdorf besteht aus vier Höfen mit insgesamt neun Häusern und gehört zur Honschaft Erbschlö, einer von vier Honschaften im Kirchspiel Lüttringhausen, das vom Amt Beyenburg verwaltet wird. Erbschlö ist ein Distrikt aus zahlreichen Rotten und Bauernschaften, die beispielsweise Blombach, Heidt, Holthausen, Marscheid, Sporkert und Stall heißen.

Um 1700

In einer Mietwohnung auf Lust-Sporkert wird den Kindern der umliegenden Rotten sporadisch Unterricht erteilt.

25.12.1706

Elias Eller und sein Bruder Samuel werden in der reformierten Kirchengemeinde in Cronenberg konfirmiert.

Um 1709

Elias Eller wird Werkmeister bei dem Elberfelder Florettfabrikanten Peter Bolckhaus.

00.00.1710

Zur Honschaft Erbschlö gehören folgende Ortschaften: (in Klammern Zahl der Häuser): Marscheid (8), In der Beek (2), Luß Sporkert (3), Wuppermanns Sporkert (5), Zum Holte (8), auf Hulßberg (3), Hillgers Hulßberg (4), Kottsiepen (2), Im Beschgen (1), Boxberg (4), Auf’m Heidt (9), der Schmittenberg (1), ahm Stall (3), Runstorf (11), Holthausen (8), aufm Bawer (3), aufm Dorn (1), Schirpkotten (1), Schmalenheusgen (1), Schmahlenhof (2), Scharpenacken (2), Marpe (1), auf der Westen (1), Halbachs Wüste (1), Hammaesberg (3),Erbslohe (10), Blombach (5), Jacken Blombach (1), Holtershof Blombach (2). In der Hofschaft Ronsdorf gibt es einen Hof mit einer Schmiede (Messermachen).

1710.Honschaft Erbschlö

Im Jahre 1710 wird als zur Honschaft Erbschlö
gehörend ein Haus in der Schirpkotter Delle genannt.
Es lag im Gelände des heutigen Truppenübungsplatzes
westlich der Hofschaft Schmalenhof.

00.00.1710

Eine Urkunde aus dem Hauptstaatsarchiv berichtet von einem Ackerland „Im Büschgen“ („Em Böschken“) als Kirchenacker für Pilger. Die Kapelle, deren Standort nicht genau festliegt, gehörte zur Boxberger Rotte. Die alte Flurbezeichnung ist mit dem Gebiet Lüttringhauser Straße (früher Blaffertsberger Straße), Einmündung Kottsiepen, beschreibbar.

00.00.1711

Unter dem Einfluss des Wanderpredigers Reichsgraf von Hohenau bildet sich in Elberfeld um Elias Eller ein Kreis der „Erweckten“.

00.00.1712

Elias Eller heiratet die Witwe seines Prinzipals, Katharina Bolckhaus.

00.00.1714

Das freie Unternehmertum setzt die Schaffung von Freistätten (zunftfreie Orte) durch, wozu auch später Ronsdorf gehört.

00.00.1719

Peter Mannes aus der Hofschaft Westen wird als Eigentümer der „Hundsschüppe“ genannt.

00.00.1721

Unter dem latinisierten Namen Coquelius wird auf dem Heidt ein Lehrer erwähnt, daselbst tätig.

00.00.1722

Anna vom Büchel, Mitglied des von Eller geleiteten Konventikels, hat Gesichte.