Ronsdorfer Geschichte von 1246 bis 1699

 

00.00.1246

Erste urkundliche Erwähnung eines „Rompsdorp“ (Ronsdorf?) in den Kölner Schreinsbüchern. Ob es sich tatsächlich um einen Hinweis auf das bergische Ronsdorf handelt, ist nicht erwiesen.

00.00.1312

Erste Erwähnung von Erbschlö, Boxberg, Heydt, Huckenbach und Farrenbraken.

00.00.1350

Erstmalige Erwähnung von Sporkert.

00.00.1351

Erwähnung der „Wolfskuhle“. Wahrscheinlich ehemalige Fanggrube für Wölfe.

                                  Ro.Gesch.-001-x (1)

Die „Wolfskuhle“ lag zwischen Parkstraße und der heutigen
Elfriede Stremmel Straße. Dort machten die Kohlentreiber
auf ihrem Weg von Haßlinghausen zum Gelpe- und Mors-
bachtal Rast. Etwa 500 Jahre später wurde dort Engelbert
Wüster, der Ronsdorfer Heimatdichter, geboren.

00.00.1353

Erstmalige Erwähnung von Kastenberg.

00.00.1369

Erstmalige Erwähnung von Marscheid.

00.00.1407

Erbschloe, bisher zu Lüttringhausen gehörig, wird dem Amt Beyenburg zugeschlagen.

00.00.1424

Erstmalige Erwähnung von Halbach.

00.00.1426

Erstmalige Erwähnung von „Baur“. Das Bierlengut auf dem Buer wird durch Herzog Adolf von Berg zu Gunsten des Klosters Beyenburg von allen Abgaben und Diensten befreit.

00.00.1466

Erstmalige Erwähnung von Lichtscheidt.

00.00.1471

Erstmalige Erwähnung von Grund, Heusiepen, Hülsberg, Kottsiepen, Oellingrath, Westen, Klein-Sporkert und Vosholt.

                                   22.002-x

Dieses Haus in der Hofschaft Kottsiepen dürfte zu den
ältesten Häusern Ronsdorfs gehören.

00.00.1494

Johann von Ronsdorp wird in Köln als Viehhändler erwähnt.

00.00.1502

Erstmalige Erwähnung von Scharpenacken, Schmalenhof, Blombach und Mühle.

00.00.1520

Erstmalige Erwähnung von Holthausen, Stall und Wüste.

00.00.1547

Ronsdorf ist als Lüttringhauser Kirchspielhof mit Hand- und Spanndienst verzeichnet. Erstmalige Erwähnung von Hammesberg, Conradswüste, In der Beek und Graben.

00.00.1549

Die bergischen und märkischen Bleicher schließen einen Vertrag, wonach das Lintwirken und Tuchmachen in Berg und Mark erlaubt sein soll. Damit wird das Jahr 1549 zum Geburtsjahr der bergischen Bandindustrie.

00.00.1594

Engell und Johann von Runstorff werden als Meister in der Messermacher-Bruderschaft genannt.

00.00.1595

Erstmalige Erwähnung von Leyermühle.

00.00.1596

Erwähnung einer Kornmühle in der Halbach, wobei es sich um die Leyermühle gehandelt haben dürfte.

00.00.1597

Erstmalige Erwähnung von Capellen, Dorn, Rädchen, Schmittenberg, Kupferhammer und und Laaken.

Um 1600

Der Name „Hütte“ für den Ronsdorfer Ortsteil dürfte sich von einer kleineren Schmnelzhütte ableiten, die dort gestanden haben könnte. Ein Nachweis hierfür wurde aber nicht erbracht.

00.00.1607

Engell Runstorf wird als Besitzer von Wasserrädern, Klopfhämmern und Schleifkotten erwähnt.

00.00.1624

Aufgrund einer früheren Niederschrift wird die „Waldordnung für Marscheid und Salscheid “ erlassen, die künftig verbindlich ist. Nach dieser Ordnung haben die Markenbeerbten“ einen gemeinsamen Schweinestall für die Eichelmast zu unterhalten. Dieser Stall lag auf dem Hof Holthausen.

00.00.1630

Der älteste nachweisbare Vorfahre Elias Ellers besitzt ein Bauerngut in Ronsdorf, wahrscheinlich der Ronsdorf-Hof. Laut Oppenhoff könnte dieser Hof hinter dem späteren Rathaus und heutigen Verwaltungshaus gelegen haben.

00.00.1650

Johannes Eller, der Vater Elias Ellers, erbt das Ronsdorfer Bauerngut.

00.00.1656

Erwähnung eines Peter Ronstrup als Scheffe der Kirche zu Lüttringhausen.

00.00.1671

Errichtung des Manneshammers am Salbach.

Um 1680

Es gibt Anhaltspunkte, das bereits zu diesem Zeitpunkt eine evangelisch-lutherische Privatschule in Ronsdorf als Hof- und Heckschule bestanden hat.

um.1680

Schon zu diesem Zeitpunkt ist das „Schulehalten“ auf dem Heidt nachweisbar. Der Unterricht fand in privaten Räumen statt.

00.00.1685

Der „Mühlstuhl“, um 1600 in Holland erfunden, wird durch den Deutschen Reichstag verboten, da man befürchtet, dass viele Bandwirker durch die leistungsfähigere Maschine arbeitslos werden könnten.

07.06.1686

Erstmalige Erwähnung und Konzessionierung der „Hundsschüppe“, einem Hammer unmittelbar an der Einmündung des Saalbachs in die Gelpe und dem Restaurant „Zillertal“.

                                     36.043-x

Dieses Bild der „Hundsschüppe ist eine Reproduktion
einer alten Postkarte. Die Herkunft des Namens „Hundsschüppe“
ist nicht bekannt.

30.06.1690

Auf dem Hof Ronsdorp wird Elias Eller geboren. Das Datum ist nicht eindeutig belegt. Sicher ist jedoch das Taufdatum: 11.07.1690.

31.07.1693

Konzessionierung des Friedrichshammers im Gelpetal.